Unsere Eislöwen scheinen an einem schier unschlagbaren Gegner zu scheitern. Ich meine jetzt nicht die limitierten Pinguine, nein ich rede von unserer Mannschaft. Wie schon allzu oft in dieser Saison berauben sich unsere Cracks selbst der Chance das Spiel zu gewinnen. Dabei war alles für einen erfolgreichen Hockeyabend angerichtet. Die Halle voll, die Stimmung schon vor dem Spiel klasse. Dann kamen die Eislöwen auf das Eis und waren sofort da. Brett Welychka brachte unsere Farben schnell mit 1:0 in Führung. Ein geiles Gefühl, was allerdings nur wenige Sekunden anhielt. Die Durchsage des Tores war noch nicht vollends abgeschlossen, jubelte auf der anderen Seite schon der Gästeblock. Was folgte war nicht Playoff-Eishockey. Unsere Cracks machten es sich wieder selber kaputt. Allein im ersten Drittel ließ man mehrere hochkarätige Chancen liegen. Eine Führung wäre nach 20 Minuten mehr als verdient gewesen, doch wenn man die Dinger vorn nicht rein haut, bleibt es halt beim 1:1. Stattdessen der böse Schlag ins Eislöwen-Maul. Im zweiten Drittel wird der Gegner eingeladen einfachste Tore zu schießen. Und zack: 3:1 für Krefeld. Doch das war längst nicht die Spitze des Eisberges. Nach 40 Minuten prangerte ein 1:4 von der Anzeigetafel und man wähnte sich im falschen Film. Das hat alles nichts mit Playoffs im geringsten zu tun. Die Eislöwen spielen wie kleine Bubis und machen so viele Fehler, dass man nicht mal die Fehlentscheidungen der Schiedsrichter in den Mittelpunkt rücken darf. So viele falsche Entscheidungen in einem Spiel habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Aber Kritik an den Streifis der Liga ist sowieso nicht gewollt. Es sind alles nur Menschen. Dieser Fakt ist genauso geschenkt wie die Gegentreffer am Freitagabend. Was bleibt ist ein 0:2-Rückstand in der Serie gegen einen Gegner der nur das nötigste tut und in der Spielanlage sehr limitiert daher kommt. Gegen unsere Eislöwen scheint das aber genau zu reichen. Unser Top-Goalie ist angeschlagen und wird geschont. Schön und gut, aber es sind Playoffs. In der Sommerpause ab kommenden Mittwoch kann er sich dann genügend schonen. Unsere Offensive ist faktisch nicht vorhanden. Wir schießen den gegnerischen Goalie berühmt, spielen erst hart wenn es viel zu spät ist und lassen uns viel zu viel gefallen. Wir sind ganz einfach zu blöd. Entweder geht nochmal ein Ruck durch das Team, oder wir sehen am kommenden Dienstag das letzte Saisonspiel unserer Eislöwen.
Die Statistik zum Spiel:
Dresdner Eislöwen - Krefeld Pinguine 3:6 (1:1, 0:3, 2:2)
Torfolge: 1:0 Brett Welychka (03:25), 1:1 Michael Boivin (03:49), 1:2 Leon Niederberger (25:04), 1:3 Philip Riefers (27:49/PP1), 1:4 Dennis Miller (36:08), 1:5 Zach Magwood (47:40), 2:5 David Rundqvist (49:55), 3:5 David Suvanto (55:16), 3:6 Zach Magwood (56:53)
Strafen: 14 / 12 Minuten
Zuschauer: 4.027 in der Eissporthalle Dresden
Serienstand: 0:2

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen