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Die Eishockey-Weltmeisterschaft 2026 ist Geschichte. Die Schweiz hätte am Sonntagabend gerne selbst Geschichte geschrieben, doch ein Finne hatte etwas dagegen: Konsta Helenius zerstörte den großen Traum vom ersten WM-Titel vor heimischem Publikum. Doch der Reihe nach.
Für uns begann der Finaltag zunächst deutlich entspannter. Nein, wir haben nicht schon zum Frühstück das erste Bier geöffnet – stattdessen stand eine willkommene Abkühlung auf dem Programm. Im Löbauer Freibad verbrachten wir in kleiner Runde einige gesellige Stunden, genossen die Sonne und stimmten uns auf den großen WM-Abschluss ein.
Am Nachmittag ging es dann pünktlich zum Spiel um Platz drei in unser kleines Fanclub-Budel. Was zunächst gemütlich begann, entwickelte sich schnell zu einem echten Gemeinschaftserlebnis. Im Laufe des Tages füllte sich der Garten immer weiter, bis wir schließlich 17 Freunde begrüßen durften. Gemeinsam verbrachten wir einen fantastischen Abend mit gutem Essen, kalten Getränken und jeder Menge Gesprächsstoff rund um die schönste Sportart der Welt.
Ein riesiges Dankeschön geht an dieser Stelle an unsere Grillmeisterin Jenni, die den ganzen Tag über abgeliefert und für das leibliche Wohl aller gesorgt hat. Auch beim Getränkelager wurde ordentlich zugelangt – ein Blick auf die leeren Kisten am Ende des Abends verrät, dass niemand verdurstet ist.
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>> Alle Ergebnisse und die Abschlusstabellen der Vorrunde findet ihr hier! Norwegen schreibt Eishockey-Geschichte
Sportlich begann der Abend mit dem Spiel um Platz drei zwischen Kanada und dem Überraschungsteam aus Norwegen.
Die Ahornblätter hatten zum wiederholten Mal den Einzug ins Finale verpasst und wirkten über weite Strecken erstaunlich ideenlos. Ganz anders die Norweger, die die Chance ihres Lebens witterten.
Bereits in der siebten Minute brachte Mathias Pettersen den Außenseiter in Führung. Norwegen spielte mutig, leidenschaftlich und verdiente sich die Führung mit jeder Minute mehr. Als Stian Solberg im zweiten Drittel sogar auf 2:0 erhöhte, schien die Sensation greifbar.
Lange Zeit deutete alles auf einen sicheren norwegischen Erfolg hin. Doch Kanada mobilisierte in den Schlussminuten noch einmal die letzten Kräfte. Robert Thomas verkürzte 76 Sekunden vor dem Ende auf 1:2 und brachte die Ahornblätter zurück ins Spiel. Als Norwegen anschließend das leere Tor verfehlte, schlug Kanada eiskalt zu: Acht Sekunden vor der Schlusssirene erzielte erneut Thomas den Ausgleich und rettete sein Team in die Verlängerung.
Dort dauerte es jedoch keine vier Minuten, bis die Geschichte geschrieben wurde. Noah Steen sorgte für die Entscheidung und ließ ganz Norwegen jubeln. Die Skandinavier gewinnen erstmals in ihrer Geschichte eine WM-Medaille – und das völlig verdient.
Spiel um Platz drei am SO, 31. Mai 2026
Kanada - Norwegen 2:3 OT (0:1, 0:1, 2:0 / 0:1)
Tore: 0:1 Petersen (07.), 0:2 Solberg (32.), 1:2 Thomas (59.), 2:2 Thomas (60.), 2:3 Steen (64.)
Zuschauer: 10.000 in Zürich
Finnland zerstört den Schweizer Traum
Mit großer Spannung fieberten wir anschließend dem Finale entgegen. Die Sympathien in unserem Garten waren klar verteilt: Die meisten von uns drückten der Schweiz die Daumen.
Nach zwei verlorenen WM-Finals in Folge sollte der große Traum vom Titelgewinn nun endlich wahr werden – und das ausgerechnet vor heimischem Publikum.
Doch Finnland machte von Beginn an deutlich, dass es kein Märchenabend werden würde. Das erste Drittel war von Nervosität geprägt, wobei die Finnen insgesamt etwas gelöster wirkten. Die Schweiz kämpfte sichtbar mit dem enormen Druck und den Erwartungen eines ganzen Landes.
Beide Mannschaften schenkten sich keinen Zentimeter Eis. Chancen waren vorhanden, doch weder die Schweizer noch die Finnen konnten ihre Powerplay-Möglichkeiten nutzen. Nach 60 intensiven, aber torlosen Minuten musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen.
Auch dort stand zunächst die Vorsicht im Vordergrund. Niemand wollte den entscheidenden Fehler machen. Beide Teams warteten auf den einen Moment. Und dieser Moment kam in der 71. Minute. Konsta Helenius zog ab – und sein Schuss schlug im Schweizer Tor ein.
Innerhalb weniger Sekunden verwandelte sich die Hoffnung eines ganzen Landes in tiefe Enttäuschung. Während Finnland den Weltmeistertitel feierte, verlor die Schweiz ihr drittes WM-Finale in Folge – erneut denkbar knapp und erneut mit gebrochenen Herzen.
Spiel um Gold am SO, 31. Mai 2026
Schweiz - Finnland 0:1 OT (0:0, 0:0, 0:0 / 0:1)
Tor: 0:1 Helenius (71.)
Zuschauer: 10.000 in Zürich
Zwei Wochen voller Eishockey-Leidenschaft
Damit endeten zwei großartige Wochen voller Eishockey, Emotionen und unvergesslicher Momente. Das Turnier in der Schweiz hat riesigen Spaß gemacht und es war uns eine Freude, euch täglich mit Berichten, Ergebnissen und Geschichten rund um die WM zu versorgen.
Bei dem einen oder anderen Kaltgetränk ließen wir den Abend schließlich gemütlich ausklingen, ehe gegen Mitternacht auch die letzten Gäste den Heimweg antraten.
Was bleibt, sind viele schöne Erinnerungen, spannende Spiele und einmal mehr die Erkenntnis, dass unser Fanclub weit mehr ist als nur gemeinsames Eishockeyschauen.
Vielen Dank an alle, die diesen Tag mit uns verbracht haben. Ihr habt einmal mehr gezeigt, was die Eislöwen-Fans Löbau ausmacht: Zusammenhalt, Leidenschaft und jede Menge Herz.
Wir sind eine verdammt coole Gemeinschaft!