Freitag, 23. Oktober 2026

Achterbahn mit eingebauter Torgarantie – Eislöwen drehen gegen Rosenheim auf!

Das kannst du doch keinem erzählen! Erst 1:6, dann 6:2, anschließend 2:6 und jetzt wieder 6:2. Wer unsere Dresdner Eislöwen in diesen Tagen begleitet, braucht starke Nerven, eine gehörige Portion Humor und sollte möglichst schwindelfrei sein. Denn unser Rudel hat offenbar eine Dauerkarte für die Achterbahn der DEL2 gebucht. Immerhin: Gegen die Starbulls Rosenheim ging die wilde Fahrt diesmal wieder nach oben. Am Ende stand ein deutlicher 6:2-Heimsieg auf der Anzeigetafel. Doch so klar, wie das Ergebnis vermuten lässt, war die Angelegenheit lange nicht.

Eigentlich hatten wir uns nach der bitteren 2:6-Heimniederlage gegen Regensburg eine klare Reaktion gewünscht. Ein konzentrierter Auftritt, defensive Stabilität und vielleicht ausnahmsweise einmal ein Spiel, bei dem man nicht schon nach wenigen Minuten die ersten Sorgenfalten bekommt.

Aber wir reden hier schließlich von unseren Eislöwen. Und die scheinen es derzeit einfach nicht ohne Drama zu können. Fast schon traditionell nutzte der Gegner die erste Dresdner Unterzahl zur Führung. 0:1 für Rosenheim. Na wunderbar. Da war es wieder, dieses unangenehm vertraute Gefühl. Doch damit nicht genug. Nur wenige Sekunden später legten die Gäste von der Mangfall nach. 0:2!

Zwei Gegentore innerhalb kürzester Zeit. Wieder ein früher Rückstand. Wieder diese unnötige Hypothek. Und wieder die Frage: Soll das tatsächlich schon wieder so ein gebrauchter Abend werden Nach den vergangenen Wochen hätte es wohl niemanden ernsthaft überrascht. Aber immerhin: Unser Rudel zeigte eine Reaktion. Noch vor der ersten Drittelpause brachte Felix Krüger die Scheibe im Rosenheimer Gehäuse unter. 1:2! Ein Lebenszeichen!

Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Die Hoffnung war zurück. Zumindest ein kleines bisschen. Wer unsere Spielberichte in dieser Saison regelmäßig verfolgt, dürfte mittlerweile ein ganz besonderes Verhältnis zur Torschussstatistik entwickelt haben.

Denn eines können unsere Eislöwen offensichtlich ziemlich gut: auf das gegnerische Tor schießen. Ob die Scheibe anschließend auch darin landet, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt. Wollen wir also wieder einmal einen Blick auf die Zahlen werfen? Na gut. Let's go! 35:22 Torschüsse für Dresden.

Klingt ordentlich, oder? Das Problem kennen wir mittlerweile zur Genüge: Für schöne Statistiken gibt es in der DEL2 keine Punkte. Entscheidend ist, wie oft die rote Lampe hinter dem gegnerischen Tor aufleuchtet.

Und genau daran hatte es zuletzt viel zu häufig gehapert. An diesem Abend sollte sich das allerdings noch ändern. Im zweiten Drittel arbeitete sich unser Rudel mühsam zurück in die Partie. Es war kein spielerisches Feuerwerk. Kein Sturmlauf, bei dem die Rosenheimer nur noch staunend hinterherschauen konnten.

Vielmehr war es harte Arbeit. Und manchmal braucht es eben genau die. Ausgerechnet Tom Knobloch, der vor der Begegnung für seinen 300. Einsatz im Trikot unserer Eislöwen geehrt worden war, sorgte für den Ausgleich. 2:2! Ein schöner Moment für unseren Angreifer. Und ein verdammt wichtiger Treffer für die gesamte Mannschaft.

Plötzlich war wieder alles offen. Wobei man ehrlicherweise sagen muss: Auch die Starbulls hatten durchaus ihre Möglichkeiten, erneut in Führung zu gehen. Unsere Defensive präsentierte sich keineswegs immer sattelfest. Mehr als einmal hätte die Partie wieder in die falsche Richtung kippen können. Doch diesmal war das Glück auf unserer Seite. Und dann kam Riccardo Hendreschke! 3:2 für Dresden! Spiel gedreht!

Aus einem frühen 0:2-Rückstand war eine Führung geworden. Wer hätte das nach diesem Auftakt gedacht? Wobei wir nach den vergangenen Wochen eigentlich wissen sollten, dass bei unseren Eislöwen derzeit wirklich alles möglich ist. Anders als bei so manchem Auftritt zuvor ließ sich unser Rudel die Führung diesmal nicht mehr aus den Händen nehmen.

Im Gegenteil. Während die Gäste zunehmend unter Druck gerieten, fanden unsere Cracks immer mehr Gefallen am Toreschießen. Sebastian Gorcik setzte energisch nach und erhöhte auf 4:2. Jawoll! Endlich einmal ein bisschen Luft zum Atmen! Doch damit war der Torhunger unserer Eislöwen noch längst nicht gestillt. Gregory Kreutzer packte anschließend den Hammer aus und jagte die Scheibe mit ordentlich Gewalt zum 5:2 ins Netz. Und weil sechs Tore in dieser verrückten Serie offenbar zum guten Ton gehören, durfte auch David Suvanto noch einmal jubeln. In doppelter Überzahl machte er das halbe Dutzend voll. 6:2! Deckel drauf! Heimsieg! Aus einem 0:2 wurde ein 6:2. Sechs Dresdner Tore in Folge.

Wer nach den ersten Minuten schon innerlich mit der nächsten Enttäuschung gerechnet hatte, durfte sich nun doch noch über einen richtig schönen Eishockeyabend freuen. Natürlich macht ein solcher Sieg Spaß. Natürlich dürfen wir uns über sechs Tore, eine gelungene Aufholjagd und drei wichtige Punkte freuen.

Und selbstverständlich ist es ein gutes Zeichen, dass unsere Mannschaft nach einem frühen Zwei-Tore-Rückstand nicht auseinandergefallen ist, sondern die Partie noch eindrucksvoll gedreht hat.

Aber eines sollten wir bei aller Freude nicht vergessen: Auch dieser Sieg hat unsere Probleme nicht einfach verschwinden lassen.

Denn die ersten Minuten waren erneut alles andere als überzeugend. Wieder kassierten wir einen Gegentreffer in der ersten eigenen Unterzahl. Wieder folgte kurz darauf der nächste Rückschlag. Und auch nach dem Ausgleich war längst nicht alles Gold, was glänzte. Mit etwas mehr Konsequenz hätten die Rosenheimer die Partie zwischenzeitlich durchaus wieder zu ihren Gunsten drehen können. Diesmal ging es gut. Doch darauf können und dürfen sich unsere Eislöwen nicht dauerhaft verlassen. Was unserem Rudel weiterhin fehlt, ist die nötige Sicherheit im eigenen Spiel. Die Fähigkeit, über 60 Minuten konzentriert aufzutreten und dem Gegner nicht immer wieder selbst die Tür zu öffnen.

Und damit wären wir wieder bei unserem Lieblingsthema. 1:6. 6:2. 2:6. 6:2. Vier Spiele. Viermal sechs Tore für eine Mannschaft. Zweimal große Ernüchterung, zweimal ausgelassene Freude.

Konstanz sieht wahrlich anders aus. Vielleicht sollten wir beim nächsten Spiel einfach schon einmal vorsorglich sechs Tore einplanen. Die entscheidende Frage wäre dann nur noch, auf welcher Seite der Anzeigetafel sie am Ende stehen. Spaß beiseite.

Unser Rudel hat gegen Rosenheim Moral bewiesen, sich zurückgekämpft und am Ende verdient drei Punkte eingefahren. Das nehmen wir gerne mit.

Aber nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen wäre es vermessen, aus diesem Erfolg bereits eine sportliche Trendwende abzuleiten. Dafür braucht es mehr als einen gelungenen Abend.

Es braucht Konstanz. Es braucht Stabilität. Und es braucht endlich einmal mehrere überzeugende Auftritte hintereinander.

Denn so unterhaltsam diese Achterbahnfahrt für neutrale Zuschauer auch sein mag: Für uns Eislöwen-Fans dürfte es langsam gerne etwas weniger turbulent zugehen.

Wobei ... Sechs Tore, drei Punkte und ein Heimsieg? Wenn die Achterbahn so endet, steigen wir natürlich gerne wieder ein!

Sonntag, 18. Oktober 2026

Eislöwen treten auf der Stelle!

Freitag himmelhoch jauchzend, Sonntag zu Tode betrübt. Willkommen in der Gefühlswelt eines Eislöwen-Fans! Wer nach dem überzeugenden 6:2-Derbysieg in Weißwasser gehofft hatte, unser Rudel würde nun endlich Konstanz in seine Leistungen bringen, wurde nur zwei Tage später eines Besseren belehrt. Gegen die Eisbären Regensburg setzte es auf heimischem Eis eine ernüchternde 2:6-Niederlage. Und wieder einmal bleiben mehr Fragen als Antworten.

Es ist mittlerweile eine regelrechte Achterbahnfahrt, auf die uns unsere Eislöwen mitnehmen. Auf einen überzeugenden Auftritt folgt der nächste Rückschlag. Auf Euphorie folgt Ernüchterung. Und kaum glaubt man, die Mannschaft habe endlich ihren Rhythmus gefunden, wird man wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Was sollen wir von diesem Rudel eigentlich halten?

Eine Frage, die sich nach diesem Sonntagabend wohl nicht nur bei uns stellt.

Denn ein Blick auf die Statistik macht die Sache nicht unbedingt verständlicher: 36:22 Torschüsse für Dresden. Sechs Gegentore. Null Punkte. Das muss man auch erst einmal hinbekommen. Dabei begann der Abend eigentlich nach Maß. Gerade einmal 104 Sekunden waren gespielt, als Adam Helewka die Scheibe im Regensburger Tor unterbrachte. 1:0 für unsere Eislöwen!

Ein früher Treffer, eine Führung im Rücken und die Hoffnung, den Schwung aus dem erfolgreichen Derby mitgenommen zu haben. Sollte das etwa der Auftakt zu einem weiteren Schützenfest werden?

Denkste! Denn was danach folgte, hatte mit der erhofften Fortsetzung des Freitagsauftritts herzlich wenig zu tun. Statt Sicherheit und Selbstvertrauen aus der frühen Führung zu ziehen, verlor unser Rudel zunehmend den Zugriff auf die Partie. Die Gäste aus Regensburg fanden immer besser ins Spiel und stellten unsere Defensive vor Probleme. Der Ausgleich nach 13 Minuten war deshalb keineswegs überraschend, sondern mehr als verdient. Und plötzlich war sie wieder da, diese unangenehme Frage: Warum gelingt es unseren Eislöwen eigentlich so selten, eine gute Ausgangslage konsequent auszunutzen?

Wer auf eine deutliche Leistungssteigerung im zweiten Drittel hoffte, bekam zunächst zumindest einen weiteren Grund zum Jubeln. David Suvanto brachte unsere Cracks in Überzahl erneut in Führung. 2:1! Alles wieder auf Anfang!

Doch wer glaubte, dieser Treffer würde unserem Spiel endlich die nötige Stabilität verleihen, sah sich bitter enttäuscht. Denn am eigentlichen Spielverlauf änderte sich herzlich wenig. Regensburg spielte clever, nutzte die sich bietenden Räume und führte unsere Eislöwen mit einfachen, aber wirkungsvollen Gegenangriffen immer wieder vor Probleme. Während unser Rudel nach spielerischen Lösungen suchte, machten es die Gäste deutlich unkomplizierter. Puck erobern. Umschalten. Abschließen. Und plötzlich war die erneute Dresdner Führung Geschichte.

Mehr noch: Bis zur zweiten Drittelpause hatten die Eisbären die Begegnung komplett gedreht und waren auf 4:2 davongezogen. Aus einer 2:1-Führung wurde ein 2:4-Rückstand. Auf heimischem Eis. Das war nicht nur ärgerlich. Das war vor allem erschreckend einfach. 

Zwei Tore Rückstand vor dem Schlussabschnitt. Im Eishockey ist das bekanntlich noch lange keine Vorentscheidung. Also noch einmal alles nach vorne werfen? Noch einmal die berühmte Schlussoffensive starten? Noch einmal zeigen, dass man sich mit einer Heimniederlage nicht einfach abfinden möchte? Zumindest an den Bemühungen mangelte es nicht. 18:7 Torschüsse im letzten Drittel. Eine Statistik, die eigentlich Hoffnung machen sollte. Doch Eishockey wird nun einmal nicht nach Torschüssen entschieden.

Während unsere Cracks ihre Möglichkeiten ungenutzt ließen, zeigten sich die Regensburger weiterhin gnadenlos effektiv. Zweimal schlug es noch im Dresdner Gehäuse ein. Auf der anderen Seite? Fehlanzeige. Endstand: 2:6.

36 Torschüsse, zwei eigene Treffer und sechs Gegentore bei gerade einmal 22 gegnerischen Abschlüssen. Zahlen, die Fragen aufwerfen. Vor allem aber Zahlen, die verdeutlichen, dass Aufwand und Ertrag bei unseren Eislöwen an diesem Abend in keinem vernünftigen Verhältnis standen. Natürlich ist eine Saison lang. Natürlich wird es Rückschläge geben. Und selbstverständlich kann man auch gegen Regensburg verlieren.

Aber es ist eben nicht nur diese eine Niederlage. Es ist die Art und Weise, wie unser Rudel derzeit zwischen überzeugenden Auftritten und bitteren Enttäuschungen schwankt. Am Freitag gewinnen wir ein Derby in Weißwasser mit 6:2. Zwei Tage später kassieren wir auf eigenem Eis sechs Gegentore.

Wie passt das zusammen? Wo ist die defensive Stabilität? Warum gelingt es nicht, eine Führung einmal mit der nötigen Konsequenz zu verteidigen? Und weshalb braucht es offenbar immer wieder Rückschläge, bevor unsere Mannschaft aufwacht?

Fragen, auf die unser Trainerteam Antworten finden muss. Denn eines sollte mittlerweile deutlich geworden sein: Offensives Potenzial allein gewinnt keine Eishockeyspiele. Es braucht auch Disziplin, defensive Ordnung und die Fähigkeit, über 60 Minuten konzentriert zu arbeiten. Genau daran mangelte es an diesem Sonntag.

Was bleibt also nach diesem Wochenende? Drei Punkte aus zwei Spielen. Ein emotionaler Derbysieg. Eine ernüchternde Heimniederlage. Zwölf geschossene Tore, aber eben auch acht Gegentreffer. Und das Gefühl, dass unsere Eislöwen weiterhin auf der Stelle treten. Wir wissen, was diese Mannschaft leisten kann. Das hat sie in Weißwasser eindrucksvoll bewiesen.

Aber wir sehen eben auch, wie schnell sie ihre eigenen guten Ansätze wieder zunichtemacht. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft derzeit eine Lücke, die sich nicht allein mit schönen Offensivaktionen schließen lässt. Es wird Zeit, dass unser Rudel Konstanz entwickelt. Dass aus einzelnen guten Auftritten eine verlässliche Leistung wird. Und dass wir nach einem Sieg nicht schon wieder befürchten müssen, beim nächsten Spiel das genaue Gegenteil zu erleben.

Denn irgendwann reicht es nicht mehr, immer nur zu sagen, dass die Mannschaft Potenzial besitzt. Irgendwann muss sie dieses Potenzial auch regelmäßig aufs Eis bringen.

Bis dahin bleibt uns Fans wohl nur eines: weiter mitfahren auf dieser Achterbahn. Allerdings wäre es langsam wirklich schön, wenn die nächste Fahrt nicht schon wieder im Tal der Ernüchterung enden würde.

Freitag, 16. Oktober 2026

Derbysieger!

Freitagnachmittag, 14:30 Uhr. Feierabend! Raus aus dem Büro, rein in den Schienenersatzverkehr und ab nach Löbau. Denn an diesem Freitag stand nicht irgendein Eishockeyspiel auf dem Programm. Es war Derbyzeit! Weißwasser gegen Dresden. Füchse gegen Eislöwen. Ein Duell, das für uns Fans immer etwas Besonderes ist. Und eines, das am Ende mit einem deutlichen 6:2-Auswärtssieg für unser Rudel enden sollte. Doch der Reihe nach.

16:30 Uhr. Treffpunkt Bahnhof Löbau. Unsere kleine, aber feine Reisegruppe war komplett. Fünf Eislöwen-Fans, eine gemeinsame Leidenschaft und ein klares Ziel: die drei Punkte aus der Lausitz mit nach Hause nehmen.

Unser „El Vize“ hatte sich dankenswerterweise als Fahrer zur Verfügung gestellt, seinen Gaul vorzüglich gesattelt und obendrein noch eine schöne Überraschung für die anwesenden Fanclubmitglieder im Gepäck. Was genau dahintersteckt, werden wir euch in den kommenden Wochen sicherlich noch auf unseren Seiten zeigen.

So viel sei verraten: Eine wirklich gelungene Geste! Die Stimmung war also bestens, als sich unsere kleine Reisegesellschaft in Richtung sächsisch-brandenburgische Grenze aufmachte.

Derbyzeit! Sportlich versprach die Begegnung einiges. Zwei Tabellennachbarn, eine traditionsreiche Rivalität und die Frage, die wir uns bereits auf der Hinfahrt stellten: Hat unser Rudel heute eigentlich Bock auf dieses Derby?

Nach dem bitteren Auftritt in Düsseldorf war diese Frage durchaus berechtigt. Denn eines war klar: Mit einer Leistung wie beim 1:6 gegen die DEG würde es auch in Weißwasser verdammt schwer werden.

In der Halle angekommen, erwartete uns eine prächtige Derbykulisse. Volle Ränge, gute Stimmung im Gästeblock und ansonsten ein erfreulich entspannter Rahmen. Dass wir das bei diesem Duell auch schon ganz anders erlebt haben, dürfte hinlänglich bekannt sein. Auf dem Eis dauerte es allerdings nicht lange, bis die erste Ernüchterung folgte. Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, als die Hausherren ihr erstes Powerplay nutzten und mit 1:0 in Führung gingen.

Wie sollte es auch anders sein? Ein früher Rückstand, ausgerechnet im Derby. Na wunderbar. Doch wer nun einen Sturmlauf der Füchse erwartete, sah sich getäuscht. Unsere Eislöwen übernahmen zunehmend die Initiative, arbeiteten sich in die Partie und erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten.

20:7 Torschüsse nach dem ersten Drittel. Für Dresden!

Eine Statistik, die eigentlich eine andere Geschichte erzählen müsste. Doch auf der Anzeigetafel stand weiterhin ein ernüchterndes 0:1. Viel Aufwand, wenig Ertrag. Irgendwie kam einem das bekannt vor. Sollte das etwa wieder so ein Abend werden wie zuletzt in Düsseldorf. Nein! Ganz sicher nicht!

91 Sekunden, ein Ausgleich und plötzlich brennt die Hütte! Was auch immer in der Dresdner Kabine während der ersten Pause besprochen wurde: Es zeigte Wirkung. Unser Rudel kam mit ordentlich Dampf zurück aufs Eis. Gerade einmal 91 Sekunden waren im Mittelabschnitt gespielt, da schlug Tomas Andres zu. 1:1! Endlich! Der längst überfällige Ausgleich. Und während sich die Hausherren vermutlich noch über diesen Gegentreffer ärgerten, legten unsere Eislöwen direkt nach.

Nur eine Minute später war Alec Ahlroth zur Stelle und drehte die Partie komplett. 2:1 für Dresden! Zwei Tore binnen kürzester Zeit. Spiel gedreht. Gästeblock wachgeküsst. So hatten wir uns das vorgestellt. Unsere Cracks blieben anschließend die offensivere Mannschaft, bestimmten über weite Strecken das Geschehen und schienen die Begegnung zunehmend unter Kontrolle zu bekommen.

Doch Eishockey wäre nicht Eishockey, wenn es nicht gelegentlich völlig unnötig kompliziert werden würde. Ein vertändelter Puck, ein schneller Gegenzug und plötzlich stand es 2:2. Ärgerlich. Vermeidbar. Und vor allem völlig unnötig. Die Partie stand nun auf Messers Schneide. Die Füchse bekamen im Powerplay die Gelegenheit, das Spiel erneut zu ihren Gunsten zu drehen. Und genau in dieser Phase hätte das Derby durchaus eine andere Richtung einschlagen können. Doch unsere Eislöwen überstanden die Unterzahl.

Mehr noch: Kaum war der fünfte Dresdner wieder auf dem Eis, schaltete unser Rudel blitzschnell um. Konter! Und am Ende dieser Aktion stand Tom Knobloch goldrichtig. 39. Minute. 3:2 für unsere Eislöwen! Was für ein Zeitpunkt! Kurz vor der zweiten Drittelpause erneut in Führung zu gehen, nachdem man gerade eine brenzlige Unterzahlsituation überstanden hatte, war ein Wirkungstreffer zur denkbar ungünstigsten Zeit für die Gastgeber.

Und vielleicht bereits die Vorentscheidung. Wer glaubte, die Hausherren würden sich ihrem Schicksal nun widerstandslos ergeben, irrte allerdings. Die Füchse kamen mit Druck aus der Kabine, wollten den erneuten Ausgleich erzwingen und bekamen in Überzahl auch die Gelegenheit dazu. Doch statt des 3:3 folgte der nächste Dresdner Nadelstich. Unsere Cracks schlugen im Gegenzug zu! Tomas Sykora war zur Stelle, versenkte den Puck und ließ sich anschließend völlig zu Recht vor dem Gästeblock feiern. 4:2! Derbysieg in Sichtweite!

Spätestens jetzt war die Stimmung im blau-weißen Lager prächtig. Dabei waren es gerade die Treffer zum 3:2 und 4:2, die dieser Partie ihren entscheidenden Stempel aufdrückten. Beide fielen zu Zeitpunkten, an denen die Füchse selbst die Gelegenheit hatten, das Spiel in ihre Richtung zu lenken.

Doch während die Gastgeber ihre Möglichkeiten liegen ließen, zeigte sich unser Rudel in den entscheidenden Situationen gnadenlos effektiv. Und mit zunehmender Spielzeit wurde noch etwas deutlich: Den Hausherren schwanden langsam, aber sicher die Kräfte. Unsere Eislöwen hingegen hatten noch reichlich Körner im Tank.Was folgte, war die endgültige Entscheidung. Zunächst bekam Adam Helewka im Powerplay schlichtweg zu viel Platz. Und einem Spieler seiner Qualität sollte man diesen bekanntlich besser nicht gewähren. 5:2! Doch damit nicht genug. Auch Jan Nijenhuis durfte sich noch in die Torschützenliste eintragen. Ebenfalls in Überzahl bugsierte er die Scheibe an Füchse-Schlussmann Morrone vorbei. 6:2! Auswärtssieg! Derbysieg! Drei Punkte!

Feierabend in Weißwasser. Sechs Dresdner Tore, ein jubelnder Gästeblock und die Gewissheit, dass sich diese Auswärtsfahrt einmal mehr gelohnt hatte.

War das nun ein Dresdner Auftritt für die Geschichtsbücher? Wohl kaum.Dafür hatte unser Rudel über die gesamte Spielzeit betrachtet zu viele Schwankungen im eigenen Spiel. Gerade die unnötigen Scheibenverluste und die zwischenzeitlich fehlende Konsequenz dürften dem Trainerteam nicht verborgen geblieben sein.

Und dennoch: Ein Derby muss man erst einmal gewinnen. Noch dazu auswärts. Und am Ende mit vier Toren Unterschied. Unsere Eislöwen haben an diesem Abend vor allem eines richtig gemacht: Sie trafen genau dann, wenn es darauf ankam. Der Doppelschlag zu Beginn des zweiten Drittels brachte uns zurück ins Spiel. Knoblochs Führungstreffer kurz vor der zweiten Pause setzte ein wichtiges Zeichen. Und Sykoras 4:2 nahm den Füchsen endgültig den Wind aus den Segeln.

Danach spielte unser Rudel seine konditionellen Vorteile konsequent aus und machte mit zwei weiteren Powerplaytreffern den Deckel drauf. Nicht alles war schön. Nicht alles war souverän. Aber vieles war am Ende verdammt effektiv. Und damit zurück zu unserer Eingangsfrage: Hatte unser Rudel Bock auf dieses Derby? Offensichtlich ja!

Vielleicht nicht in jeder einzelnen Spielminute. Aber immer dann, wenn es wirklich darauf ankam.

Sonntag, 11. Oktober 2026

Bildlos. Fassungslos. Chancenlos.

Es gibt diese Abende im Eishockey, an denen einfach nichts zusammenpasst. An denen aus Hoffnung Ernüchterung wird, aus kleinen Fehlern große Probleme entstehen und am Ende nur noch Kopfschütteln bleibt. Genau so einen Abend erlebten unsere Dresdner Eislöwen bei der Düsseldorfer EG. Das ernüchternde Ergebnis: 1:6. Eine Niederlage, die gleichermaßen verdient wie unnötig war. Und eine, die Fragen aufwirft.

Nach diesem Abend dürfte zumindest eines klar sein: Im Konzert der ganz großen Schwergewichte der DEL2 spielt unser Rudel derzeit noch nicht die erste Geige. Dafür war der Auftritt in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt schlichtweg zu wenig. Zu wenig Konsequenz, zu wenig Durchschlagskraft und vor allem zu viele Fehler in den entscheidenden Momenten.

Dabei begannen die Fragezeichen bereits vor dem ersten Bully. Marvin Berbner, zuletzt ein wichtiger Rückhalt unserer Mannschaft, bekam eine Pause verordnet. Stattdessen durfte Fabian Hegmann zwischen die Pfosten. Eine Entscheidung, die zumindest für Verwunderung sorgte. Wie hieß es doch gleich so schön? Never change a winning team! Aber gut, das Trainerteam wird sich schon etwas dabei gedacht haben.

17 Minuten auf Augenhöhe – und plötzlich liegt man hinten

Wer die ersten 17 Minuten verfolgte, dürfte kaum geahnt haben, welches Unheil noch über unsere Eislöwen hereinbrechen würde. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend, große spielerische Glanzlichter blieben Mangelware. Unsere Cracks hatten sogar ein leichtes Plus an Torschüssen vorzuweisen.

Eigentlich ein Spiel, in dem man sich durchaus etwas ausrechnen durfte.

Doch Eishockey ist manchmal brutal einfach. Es zählen keine guten Ansätze, keine ordentlichen Spielanteile und schon gar keine gefühlten Vorteile. Es zählen Tore.

Und die schossen zunächst ausschließlich die Hausherren.

Mit ihrem ersten Powerplay schlug die DEG zu und ging mit 1:0 in Führung. Noch vor der ersten Sirene legten die Rheinländer den zweiten Treffer nach. Aus einem weitgehend ausgeglichenen Drittel wurde plötzlich ein 0:2-Rückstand.

Verkehrte Welt? Vielleicht. Aber es sollte noch wesentlich schlimmer kommen.

13 Sekunden, die alle Hoffnungen begruben

Was sich zwischen der 25. und 26. Spielminute abspielte, war aus Dresdner Sicht schlichtweg zum Vergessen.

Binnen gerade einmal 13 Sekunden schlug die DEG gleich zweimal zu. Zwei Gegentore, ein Doppelschlag, ein Wirkungstreffer mitten ins Eislöwen-Herz. 4:0. Aus. Vorbei.

Zumindest an diesem Abend war die Messe damit praktisch gelesen.

Und als wäre die Situation nicht schon bitter genug gewesen, folgte der nächste bemerkenswerte Moment: Für Fabian Hegmann war der Arbeitstag beendet. Marvin Berbner, der eigentlich eine Pause erhalten sollte, musste nun doch zwischen die Pfosten.

Da darf man sich schon fragen, was diese Torhüterrochade am Ende gebracht hat. Statt eines erholten Stammkeepers und eines gestärkten Vertreters blieb vor allem eines zurück: ein ziemlich großes Fragezeichen.

Wenn selbst das Fernsehbild die Flucht ergreift

Wer glaubte, dass wenigstens die Übertragung diesen gebrauchten Eishockeyabend einigermaßen erträglich gestalten würde, wurde ebenfalls bitter enttäuscht.

Denn auch Sporteurope lieferte an diesem Abend eine Vorstellung ab, die man getrost in die Kategorie „zum Vergessen“ einsortieren darf.

Immer wieder technische Probleme, immer wieder kein Bild. Eine Übertragung, die ihrem Namen zeitweise kaum gerecht wurde.

Vielleicht war das an diesem Abend sogar eine Art Gnade?

Immerhin durften wir den Ehrentreffer durch Lukas Buschbeck noch erleben. Ein kleiner Lichtblick in einem ansonsten tiefschwarzen Eishockeyabend.

Danach war endgültig Schluss mit lustig.

Wir waren bildlos. Und fassungslos sowieso.

Dass der spätere Endstand von 1:6 bereits nach 40 Minuten feststand, passte irgendwie perfekt ins Bild. Oder besser gesagt: zu dem Bild, das wir zeitweise gar nicht mehr hatten.

Ein Abend zum Vergessen – aber nicht zum Verdrängen

Natürlich darf man in Düsseldorf verlieren. Die DEG gehört zweifellos zu den großen Namen dieser Liga und bringt entsprechende Qualität mit. Niemand erwartet, dass unsere Eislöwen jeden Gegner an die Wand spielen.

Aber die Art und Weise, wie eine zunächst offene Partie innerhalb weniger Minuten komplett aus den Händen gegeben wurde, muss nachdenklich stimmen.

Es sind genau diese Spiele, die schonungslos aufzeigen, wo eine Mannschaft steht. Und wo sie noch hinwill.

Unser Rudel hat in dieser Saison bereits bewiesen, dass es Eishockey spielen, begeistern und auch schwierige Situationen meistern kann. Umso bitterer ist ein Abend wie dieser, an dem nahezu alles vermisst wurde, was unsere Mannschaft zuletzt ausgezeichnet hat.

Jetzt ist das Trainerteam gefragt. Es gilt, die richtigen Schlüsse zu ziehen, Fehler konsequent aufzuarbeiten und vor allem dafür zu sorgen, dass aus einer deutlichen Niederlage keine nachhaltige Verunsicherung entsteht.

Denn eines ist auch klar: Eine 1:6-Niederlage ist kein Weltuntergang. Aber sie darf auch nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

Für uns Fans bleibt ein Abend, den wir wohl möglichst schnell aus dem Gedächtnis streichen möchten.

Sechs Gegentore. Keine Punkte. Jede Menge Fragezeichen. Und ein Fernsehsignal, das offenbar genauso wenig Lust auf diesen Abend hatte wie wir irgendwann.

Große Namen, große Träume – Eislöwen vor historischem Duell mit der DEG!

Es gibt Begegnungen, von denen träumt man als Eishockey-Fan über viele Jahre. Spiele gegen große Namen, gegen traditionsreiche Vereine, deren Geschichte ganze Generationen geprägt hat. Für mich gehörte ein Pflichtspiel unserer Dresdner Eislöwen gegen die Düsseldorfer EG immer zu diesen ganz besonderen Träumen. Und heute Abend wird dieser Traum tatsächlich Wirklichkeit!

Dass es überhaupt zu diesem Duell kommt, ist allerdings auch eine Geschichte, die der Eishockeysport wohl kaum besser hätte schreiben können. Ausgerechnet unsere Eislöwen waren es, die im April 2025 dafür sorgten, dass die DEG nach vielen Jahrzehnten Erstklassigkeit den bitteren Gang in die DEL2 antreten musste. Ein sportliches Schicksal, das zuvor bereits die Nachbarn aus Krefeld ereilt hatte.

Und damit sind wir bei einer Erkenntnis, die man in dieser Liga gar nicht oft genug betonen kann: Tradition schießt keine Tore, große Namen gewinnen keine Spiele und eine ruhmreiche Vergangenheit garantiert schon lange keinen Erfolg in der Gegenwart!

Die DEL2 ist erbarmungslos. Hier wird einem nichts geschenkt. Hier warten zahlreiche vermeintlich kleinere Standorte, die über viele Jahre hinweg hervorragende Arbeit geleistet, sich kontinuierlich weiterentwickelt und ihren Platz in dieser Liga mehr als verdient haben. Wer glaubt, allein mit einem großen Namen auf der Brust durch diese Spielklasse spazieren zu können, wird ziemlich schnell eines Besseren belehrt.

Und so stehen sich heute Abend erstmals in einem Pflichtspiel unsere Dresdner Eislöwen und die Düsseldorfer EG gegenüber. Man könnte nun sagen: Schade, dass dieses Duell „nur“ in der DEL2 stattfindet. Aber damit würde man dieser Liga nicht gerecht werden. Und seien wir ehrlich: Es gibt schließlich sportliche Gründe, warum sich beide Vereine aktuell auf dieser Ebene begegnen.

Die Düsseldorfer haben sich jedenfalls einiges vorgenommen. Der Saisonstart kann sich sehen lassen: Sämtliche Partien wurden bislang gewonnen, lediglich zwei Punkte mussten die Rheinländer abgeben. Gemeinsam mit unseren Eislöwen stellt die DEG zudem die beste Offensive der Liga. Am Freitagabend bewiesen die Düsseldorfer bei den Lausitzer Füchsen einmal mehr ihre Qualität, aber auch, dass selbst eine komfortable Führung keine Garantie für einen entspannten Abend ist. Einen 3:1-Vorsprung gab die DEG in Weißwasser noch aus der Hand, sicherte sich anschließend aber im Shootout den Zusatzpunkt.

Unsere Eislöwen wiederum reisen mit ordentlich Rückenwind an den Rhein. Bereits gestern machte sich die Mannschaft auf den Weg nach Düsseldorf. Vier Siege aus den vergangenen vier Spielen haben nicht nur das Punktekonto ordentlich anwachsen lassen, sondern auch für neues Selbstvertrauen gesorgt. Nach dem schwierigen Saisonstart scheint unsere Mannschaft zunehmend ihren Rhythmus gefunden zu haben. Die Stimmung stimmt, die Ergebnisse stimmen – und die Lust auf mehr ist zweifellos vorhanden!

Doch heute wartet eine ganz andere Hausnummer. Ein Gegner mit gewaltiger Tradition, einer Menge Qualität und dem klaren Anspruch, möglichst schnell wieder dorthin zurückzukehren, wo man sich selbst sieht: in die höchste deutsche Spielklasse.

Auch für zwei ehemalige Eislöwen wird die Begegnung eine besondere sein. Mit Matthias Pischoff und Tarig Hammond stehen gleich zwei bekannte Gesichter im aktuellen Aufgebot der Düsseldorfer. Schön, euch wiederzusehen, Jungs! Die Punkte würden wir allerdings nur allzu gerne mit nach Dresden nehmen.

Zwei ambitionierte Mannschaften. Zwei Vereine, die wieder nach oben wollen. Und mittendrin wir Eislöwen, die vor nicht allzu langer Zeit selbst noch davon geträumt haben, sich mit solchen Namen überhaupt einmal in einem Pflichtspiel messen zu dürfen.

Heute ist es so weit. Und bei aller sportlichen Rivalität darf man sich als Fan auch einfach mal bewusst machen, wie besonders solche Begegnungen sind.

Also, Mähne richten, Brust raus und mit breiter Brust aufs Eis! Auf ein packendes Duell, auf einen großen Eishockeyabend und hoffentlich auf den fünften Sieg in Folge!

Samstag, 10. Oktober 2026

Erst Hallenräumung, dann Torfestival!

Unsere Eislöwen haben ihre Pflichtaufgabe gemeistert und die Blue Devils Weiden am Freitagabend mit 5:1 bezwungen. Doch bevor auf dem Eis überhaupt der erste Puck gespielt werden konnte, nahm unser eigentlich entspannter Eishockeyabend eine ziemlich unerwartete Wendung.

>> Bildergalerie vom Spiel

Nach einer entspannten Anreise und kurz vor dem ersten Bully hieß es plötzlich: Alle raus! Aufgrund eines technischen Defekts musste die JOYNEXT Arena vorsorglich geräumt werden. Was zunächst für einige Fragezeichen sorgte, verlief erfreulicherweise völlig problemlos. Alle Fans und Besucher verhielten sich tadellos und nach einer kurzen Wartezeit vor der Halle durften wir unsere angestammten Plätze in der Nordkurve wieder einnehmen. Mit 27 Minuten Verspätung konnte es schließlich losgehen. Und unsere Cracks? Die hatten offenbar einiges an aufgestauter Energie mitgebracht!

Gerade einmal 56 Sekunden waren gespielt, da ließ Tomas Andres die blau-weiße Anhängerschaft erstmals jubeln. 1:0! Mit der frühen Führung im Rücken übernahmen unsere Eislöwen sofort das Kommando und entwickelten eine drückende Überlegenheit. Von den Gästen aus der Oberpfalz war dagegen herzlich wenig zu sehen. Ganze einen Torschuss brachten die Blue Devils im ersten Drittel zustande.

Nach sechs Minuten legte Tyson Spink auf Vorlage seines Bruders Tylor das 2:0 nach. Und wer nun auf ein munteres Scheibenschießen hoffte, musste sich zunächst gedulden. Dass es bis zur 31. Spielminute bei diesem Spielstand blieb, hatten sich unsere Eislöwen allerdings vor allem selbst zuzuschreiben. Gleich drei Überzahlsituationen blieben ungenutzt. An Möglichkeiten mangelte es jedenfalls nicht. Die Torschussstatistik nach 20 Minuten sprach Bände: 21:1! Deutlicher lässt sich die Überlegenheit auf dem Eis kaum ausdrücken.

Auch im zweiten Abschnitt blieb Blau-Weiß spielbestimmend, wenngleich die Gäste das Geschehen zumindest optisch etwas offener gestalten konnten. Weiden fand nun besser in die Partie und hatte seine stärkste Phase. Doch ausgerechnet darauf hatten unsere Cracks die passende Antwort parat. Nachdem wir eine Unterzahlsituation schadlos überstanden hatten, schlugen die Eislöwen gleich doppelt zu.

Zunächst krönte Tyson Spink einen sehenswerten Sololauf mit seinem zweiten Treffer des Abends. Wenig später wurde David Suvanto mustergültig freigespielt und hatte keine Mühe, die Scheibe zum 4:0 im Tor unterzubringen. Mittendrin statt nur dabei waren einmal mehr die Spink-Zwillinge, die an unseren Treffern maßgeblichen Anteil hatten. Die beiden scheinen sich inzwischen auch auf Dresdner Eis ziemlich wohlzufühlen!

Damit war die Geschichte dieses Spiels im Grunde bereits erzählt. Im Schlussabschnitt passierte nicht mehr allzu viel. Etwas ärgerlich war lediglich, dass Marvin Berbner seinen Kasten nicht sauber halten konnte. Marusch erzielte in der 56. Minute den Weidener Ehrentreffer. Mehr als statistischen Wert hatte dieser allerdings nicht. Den Schlusspunkt setzte schließlich Ricardo Hendreschke, der mit seinem Treffer zum 5:1 den alten Vier-Tore-Abstand wiederherstellte.

Unter dem Strich steht ein souveräner und über weite Strecken dominanter Auftritt unserer Mannschaft. Die Pflichtaufgabe wurde erfüllt, ohne dabei wirklich an die eigenen Grenzen gehen zu müssen. Dennoch gibt es weiterhin Baustellen. Allen voran unser Powerplay bleibt ausbaufähig. Gerade gegen einen Gegner wie Weiden darf aus mehreren Überzahlsituationen gerne etwas mehr herausspringen. Denn es werden auch wieder Spiele kommen, in denen solche Gelegenheiten den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen.

Bei aller berechtigten Kritik wollen wir aber auch die Kirche im Dorf lassen. Unsere Eislöwen haben den vierten Sieg in Folge eingefahren und weitere drei Punkte auf ihrem Konto verbucht. Kein Grund, gleich in grenzenlose Euphorie zu verfallen, aber durchaus ein Grund, zufrieden auf diesen Freitagabend zurückzublicken.

Nach dem Spiel wurde die Mannschaft von der Nordkurve gebührend gefeiert, ehe wir uns auf eine kurzweilige Heimreise machten.

Erst die ungeplante Hallenräumung, dann fünf Eislöwen-Tore und am Ende drei Punkte im Gepäck. Alles in allem: ein gelungener Freitag! 

Donnerstag, 8. Oktober 2026

Favorit auf dem Papier, gefordert auf dem Eis!

Der wilde Ritt durch die DEL2 geht weiter! Am Freitagabend heißt es erneut: Heimspielzeit in Dresden! Unsere Eislöwen empfangen ab 19.30 Uhr die Blue Devils aus Weiden und wollen ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen.

Die Gäste aus der Oberpfalz reisen mit gerade einmal fünf Punkten und einem Sieg aus sechs Spielen an die Elbe. Das bedeutet aktuell den vorletzten Tabellenplatz. Manch einer mag angesichts dieser Ausgangslage bereits von einer klaren Angelegenheit ausgehen. Wir halten allerdings dagegen und erklären die Partie kurzerhand zur vielleicht schwierigsten Aufgabe des Wochenendes.

Natürlich gehen unsere Cracks als Favorit in die Begegnung. Doch dieser Rolle muss man erst einmal gerecht werden. Und wer die DEL2 kennt, weiß ohnehin: Leichte Gegner sucht man in dieser Liga meist vergebens. Wer glaubt, die Punkte würden allein aufgrund der Tabellenkonstellation auf das eigene Konto wandern, dürfte ziemlich schnell eines Besseren belehrt werden.

Zumal die Blue Devils keineswegs tatenlos auf ihren durchwachsenen Saisonstart reagiert haben. Unter der Woche wurde personell nachgelegt, um der Mannschaft neue Impulse zu verleihen. Der bislang einzige Saisonsieg gelang den Weidenern übrigens beim 3:2-Heimerfolg gegen Crimmitschau. Damit haben sie unseren Eislöwen zumindest eines voraus: einen Sieg gegen die Westsachsen. 

Auch personell hält die Begegnung einige interessante Geschichten bereit. Mit Kristian Hufsky steht seit Kurzem ein Torhüter im Weidener Kader, der bereits das Trikot unserer Eislöwen getragen hat. Ein weiteres Wiedersehen gibt es mit Jordan Knackstedt. Nach einem zwischenzeitlichen Abstecher in die Oberliga ist „Knacki“ zurück in der DEL2 und möchte auf dieser Bühne noch einmal zeigen, was in ihm steckt. Zudem haben Vladislav Filin und Niklas Postel eine blau-weiße Vergangenheit. 

Doch so schön diese kleinen Geschichten rund um die Partie auch sein mögen: Ab Freitag, 19.30 Uhr, zählen keine alten Bekanntschaften mehr, sondern einzig und allein die drei Punkte!

Entscheidend wird sein, mit welcher Einstellung unsere Eislöwen die Aufgabe angehen und wie viel Raum sie dem Gegner zur Entfaltung lassen. Konzentration, Konsequenz und die nötige Portion Leidenschaft werden gefragt sein. Denn eines sollte nach den bisherigen Saisonspielen klar sein: Geschenkt bekommt man in dieser Liga rein gar nichts.

Besinnen sich unsere Blau-Weißen auf ihre eigenen Stärken und setzen den positiven Trend der vergangenen Spiele fort, kann das Ziel nur eines lauten: Heimsieg!

Dienstag, 6. Oktober 2026

Erst erkämpft, dann überzeugt: Eislöwen feiern perfektes Wochenende

Nach drei Niederlagen zum Auftakt gelang unseren Eislöwen gegen Ravensburg endlich der erste Saisonsieg. Mit diesem Erfolg im Rücken stand nun das dritte DEL2-Wochenende der noch jungen Spielzeit auf dem Programm – mit einem Heimspiel gegen Bietigheim und dem Gastspiel in Landshut.

Den Anfang machten am Freitag die Steelers aus Bietigheim. Was die rund 3.500 Zuschauer über weite Strecken von beiden Mannschaften geboten bekamen, war allerdings eher Eishockey auf überschaubarem Niveau. Unsere Cracks mühten sich, Bietigheim spielte eine einfache Kelle – und so dümpelte die Partie lange Zeit vor sich hin.

Kurz vor der ersten Sirene schlugen die Gäste dann ausgerechnet in Überzahl zu und gingen mit 1:0 in Führung. Klar, wie sollte es auch anders laufen?

Wesentlich besser wurde es im zweiten Abschnitt zunächst nicht. Unsere Mannschaft entwickelte kaum Zug zum Tor und fing sich in der 35. Minute auch noch das 0:2. Die Stimmung auf den Rängen kippte trotzdem nicht. Wir gaben weiter alles – unbeirrt von einer, sagen wir mal, ausbaufähigen Einlaufshow und ebenso unbeirrt vom Rückstand unseres Rudels.

Mit einer ordentlichen Portion Zweckoptimismus ging es ins Schlussdrittel. Und auch dort sah zunächst wenig nach einem Comeback aus. Bis es endlich einmal im Powerplay klappte: Ryan MacKinnon zog von der blauen Linie ab und brachte uns in der 47. Minute zurück ins Spiel.

Sollte hier tatsächlich noch etwas gehen? Plötzlich schwanden bei Bietigheim die Kräfte und unsere Cracks konnten das Tempo hochhalten. Nur drei Minuten später bekam Adam Helewka zu viel Platz, drehte seinen Halbkreis und fackelte nicht lange. 2:2 – und die Nordkurve explodierte!

Ausgerechnet das zuletzt kränkelnde Powerplay hatte uns mit zwei Treffern zurück ins Spiel gebracht. Und wiederum nur drei Minuten später durften wir schon wieder jubeln. Bruno Riedl dachte sich offenbar: Ach komm, ich halt einfach mal drauf. Ich selbst habe die Scheibe gar nicht einschlagen sehen. Egal! 3:2 – erstmals an diesem Abend lagen unsere Eislöwen vorn.

Die Schlussphase wurde noch einmal wild. Bietigheim durfte in Überzahl ran, auf der anderen Seite hatte Tomas Sykora im Konter die Chance zur Entscheidung. Ein weiterer Treffer wollte aber auf beiden Seiten nicht mehr fallen.

3:2. Schluss. Nehmen wir! Schön war das über weite Strecken wahrlich nicht und über die ersten 45 Minuten muss man definitiv reden. Am Ende hat unsere Mannschaft aber nicht aufgegeben, weiter an sich geglaubt und die Partie tatsächlich noch gedreht. Dazu kam ein starker Marvin Berbner zwischen den Pfosten, der nach dem Spiel völlig zurecht von den Fans gefeiert wurde.

Oktoberfest in Löbau, drei Punkte in Landshut

Das Wochenende sollte am Sonntag mit dem Gastspiel in Landshut und unserem 2. Oktoberfestabend ausklingen. Während wir uns in großer Runde in Löbau im Wohnzimmer bei zünftigem Essen und passenden Getränken versammelten und einen richtig schönen Abend verbrachten, war unser „Lange“ direkt in Landshut vor Ort.

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Per Videocall vor dem Spiel und während der Drittelpausen schafften wir es so sogar, die Partie irgendwie gemeinsam zu verfolgen. Moderne Fanclubarbeit eben. 

Und sportlich? Da nahmen unsere Eislöwen die Herausforderung in Landshut richtig gut an. Die Mannschaft startete druckvoll und hellwach in die Partie. Schon nach wenigen Sekunden hätte es klingeln können – nach gerade einmal 64 Sekunden war es dann tatsächlich so weit. Gregory Kreutzer sorgte für die frühe 1:0-Führung.

Damit hatten wir die Hausherren durchaus ein wenig überrascht. Unsere Eislöwen übernahmen die Spielkontrolle, auch wenn zunächst kein weiterer Treffer folgen sollte. Insgesamt war es bis dahin wohl der beste Auftritt unserer Mannschaft in dieser noch jungen Saison.

Und auch das Powerplay sollte an diesem Abend wieder zuschlagen. Jan Nijenhuis blieb vor dem Landshuter Gehäuse hartnäckig und erhöhte in der 32. Minute im Nachsetzen auf 2:0. Mit diesem Spielstand ging es auch in die zweite Pause.

Nun hatten wir am Freitag gerade erst miterlebt, wie schnell eine 2:0-Führung verschwinden kann. Und tatsächlich kam Landshut mit ordentlich Druck aus der Kabine. In der 47. Minute verkürzte Andreas Schwarz, der an diesem Sonntag für 600 Spiele im EVL-Trikot geehrt wurde, auf 1:2.

Wie würde unsere Mannschaft darauf reagieren? Ganz cool! Nur vier Minuten später stellte Tyson Spink den alten Abstand wieder her und traf zum 3:1. Sollte das tatsächlich reichen?

Ganz durch waren wir noch nicht. 96 Sekunden vor dem Ende verkürzte Immo auf 2:3 und die Hausherren witterten noch einmal ihre Chance. Doch auch mit gezogenem Goalie entwickelte Landshut nicht mehr genügend Druck, um unsere Cracks ernsthaft ins Wanken zu bringen.

Stattdessen machten Dane Fox und Tyson Spink mit zwei Empty-Nettern endgültig den Deckel drauf und schraubten das Ergebnis auf 5:2 in die Höhe.

Am Ende stand ein völlig verdienter Auswärtssieg unserer Mannschaft – und damit tatsächlich das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Saison! Drei Siege in Folge. Sechs Punkte an einem Wochenende. Und vor allem ein Auftritt in Landshut, der Mut für die kommenden Aufgaben macht.

Natürlich gibt es weiterhin einige Baustellen. Gerade die ersten 45 Minuten gegen Bietigheim haben gezeigt, dass längst noch nicht alles rundläuft. Aber nach dem schwierigen Saisonstart scheint unser Rudel langsam in der neuen Spielzeit anzukommen. Und drei Siege am Stück fühlen sich doch schon deutlich besser an.

Sonntag, 4. Oktober 2026

Nächster Härtetest in Landshut

Für unsere Eislöwen steht am heutigen Sonntag das nächste Spiel auf dem Programm. Ab 17 Uhr sind unsere Blau-Weißen beim EV Landshut gefordert.

Nach dem Heimsieg am Freitag gegen Bietigheim, der lange Zeit auf der Kippe stand, wartet auf unsere Cracks direkt die nächste schwere Aufgabe. Die Landshuter sind gut in die neue Spielzeit gestartet und haben bereits elf Punkte auf ihrem Konto.

Natürlich soll heute auch das Punktekonto unserer Eislöwen weiter anwachsen. Dafür braucht es allerdings eine deutliche Steigerung in allen Mannschaftsteilen. In Landshut wird es darauf ankommen, von Beginn an konzentriert aufzutreten, defensiv stabil zu stehen und die eigenen Chancen konsequenter zu nutzen.

Wir selbst verfolgen die Partie heute ausnahmsweise nicht aus der Kurve, sondern aus dem heimischen Wohnzimmer. Passend dazu steigt ab 16 Uhr der zweite Oktoberfestabend unserer Fanclub-Geschichte. Weißwurst, Haxe, Oktoberfestbier und Eislöwen – schlechter kann man einen Sonntag wohl verbringen. 

Fehlt eigentlich nur noch das passende Ergebnis auf dem Eis.

Auf drei Punkte und einen geselligen Oktoberfestabend! 

Freitag, 2. Oktober 2026

Den Schwung mitnehmen – Steelers warten auf unsere Eislöwen

Am heutigen Abend steht bereits das dritte Heimspiel der noch jungen DEL2-Saison auf dem Programm. Ab 19:30 Uhr empfangen unsere Eislöwen die Bietigheim Steelers in der JOYNEXT Arena – und wollen dem ersten Saisonsieg am vergangenen Sonntag am liebsten direkt den nächsten Dreier folgen lassen.

Doch einfach wird das keineswegs. Die Steelers haben in den vergangenen Jahren sportlich nahezu alle Höhen und Tiefen mitgenommen, sich inzwischen aber wieder auf stabile Beine gestellt. Als Aufsteiger sorgten die Bietigheimer bereits in der vergangenen Saison für ordentlich Furore und marschierten direkt bis ins Playoff-Halbfinale.

Für einen dürfte die Partie heute Abend zudem eine ganz besondere sein: Mit Arne Uplegger steht ein ehemaliger Eislöwe im Kader der Steelers, der über viele Jahre an der Elbe spielte und sich dabei zum echten Publikumsliebling entwickelte. 

Für seinen weiteren Weg wünschen wir Arne natürlich nur das Beste – aber heute Abend darf die alte Freundschaft gern für 60 Minuten ruhen. Die Punkte sollen schließlich in Dresden bleiben!

Passend zum Spieltag gibt es außerdem frischen Lesestoff: Unsere neueste Ausgabe des Fanclub-Magazins „Der Gusseiserne“ ist erschienen! Bereits jetzt könnt ihr die neue Ausgabe digital lesen. Ab morgen ist das Heft dann auch wieder wie gewohnt über unseren Onlineshop bestellbar.

Also: Rein ins blau-weiße Wochenende, die nächsten Punkte im Visier – und heute Abend gemeinsam alles für unsere Eislöwen!