Dienstag, 3. November 2026

Zwischen Lehrgeld und Kampfgeist

Während unsere Eislöwen in der Länderspielpause durchschnaufen, richten wir den Blick auf unsere Regionalliga-Mannschaft. Denn auch beim ESC Dresden wird um Punkte, Tore und Siege gekämpft. Und das in dieser Saison unter völlig neuen Vorzeichen.

Nach dem Zusammenschluss der bisherigen Regionalligen Nord und Ost im vergangenen Sommer gehen unsere Cracks seit Ende September in der neu geschaffenen Regionalliga Nordost auf Punktejagd. Eine Liga, die nicht nur längere Auswärtsfahrten, sondern auch jede Menge sportliche Herausforderungen mit sich bringt.

Sieben Partien hat unser Eissportclub inzwischen absolviert. Die bisherige Bilanz: ein Sieg und sechs Niederlagen. Doch wer ausschließlich auf die nackten Ergebnisse schaut, wird der Mannschaft nicht ganz gerecht.

Harter Auftakt gegen die Schwergewichte

Bereits zum Saisonstart warteten mit FASS Berlin und den Chemnitz Crashers zwei echte Schwergewichte auf unsere Mannschaft. Gegen die favorisierten Berliner musste sich der ESC mit 2:5 geschlagen geben, ehe auch gegen Chemnitz beim 3:5 nichts Zählbares heraussprang.

Doch lange mussten unsere Cracks nicht auf das erste Erfolgserlebnis warten. Im Heimspiel gegen die Tornados aus Niesky platzte schließlich der Knoten. Mit einem verdienten 5:3-Erfolg sicherte sich der ESC die ersten drei Punkte der neuen Spielzeit. Bislang sollte es allerdings der einzige Saisonsieg bleiben.

Viel Gegenwind, aber kein Grund, den Kopf hängen zu lassen

In den darauffolgenden Wochen wurde das Programm keineswegs einfacher. Beim Gastspiel in Schönheide setzte es zunächst eine 2:6-Niederlage, ehe in der zweiten Oktoberhälfte erstmals die neuen Kontrahenten aus dem Norden auf dem Spielplan standen.

Den Anfang machte die Auswärtsreise zu den Salzgitter Icefighters. Dort musste unser Eissportclub beim 4:9 erneut Lehrgeld zahlen.

Am vergangenen Wochenende folgte schließlich der erste Doppelspieltag der Saison. Zweimal Heimspiel, zweimal ein Gegner aus dem Norden und leider auch zweimal eine deutliche Niederlage. Gegen den Adendorfer EC unterlagen unsere Cracks mit 2:7, ehe tags darauf die Harzer Falken in der JOYNEXT Arena gastierten und mit einem 9:4-Erfolg die Heimreise antraten.

Natürlich lesen sich sechs Niederlagen aus sieben Begegnungen alles andere als erfreulich. Allerdings sollte dabei nicht vergessen werden, dass unsere Mannschaft bislang überwiegend gegen Teams antreten musste, die sportlich deutlich stärker einzuschätzen sind.

Dass die Trauben in der neuen Regionalliga Nordost hoch hängen würden, war bereits vor Saisonbeginn klar. Umso wichtiger ist es, sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen, weiter zusammenzuhalten und die eigenen Chancen konsequent zu nutzen.

Zwölf Torschützen und ein treffsicherer Richard Zerbst

Trotz der schwierigen Ausgangslage durfte unser Eissportclub bereits einige Male jubeln. Besonders Richard Zerbst hat seinen Torriecher unter Beweis gestellt und führt die interne Torschützenliste mit sechs Treffern an.

Ihm folgen Louis Schäfer mit drei Toren sowie Maxim Rebizov, John Koslowski und Pascal Bartels mit jeweils zwei Treffern.

Ebenfalls in die Torschützenliste eintragen konnten sich Tommy Reise, Timur Sedleckij-Razin, Christian Freitag, Martin Klein, Richard Ulbrich, Tim Götze und Justus Frisch, die jeweils einmal erfolgreich waren.

Damit haben bereits zwölf verschiedene Spieler für unseren ESC getroffen. Ein durchaus erfreulicher Aspekt in einer bislang schwierigen Spielzeit.

Kellerduell in der Hansestadt: Wer holt Sieg Nummer zwei?

Am kommenden Samstag führt die Reise unsere Cracks zum Hamburger SV. Und diesmal wartet ein Gegner, der sich in einer ähnlichen sportlichen Situation befindet.

Beide Mannschaften sind Tabellennachbarn im unteren Bereich des Klassements und haben bislang jeweils einen Saisonsieg auf dem Konto. Entsprechend groß dürfte auf beiden Seiten der Wunsch sein, endlich den zweiten Erfolg einzufahren.

Für unseren ESC bietet sich damit die Gelegenheit, nach den zuletzt schwierigen Wochen wieder ein Erfolgserlebnis einzufahren und wichtige Punkte mit nach Dresden zu bringen.

Vielleicht ist die Hansestadt ja genau das richtige Pflaster, um den nächsten Dreier einzutüten. Wir drücken unseren Cracks jedenfalls kräftig die Daumen!

Montag, 2. November 2026

Die Pflicht vergeigt, die Kür gerockt

Die Pflicht vergeigt, dafür die Kür gerockt! Einmal mehr lässt uns unser Eislöwen-Rudel verblüfft zurück. Wer versucht, aus den Leistungen unserer Cracks in dieser Saison schlau zu werden, dürfte inzwischen mehr Fragezeichen als Antworten im Kopf haben. Am frühen Sonntagabend schlug das Pendel jedenfalls wieder in unsere Richtung aus. Nach der ebenso bitteren wie unnötigen 1:2-Heimniederlage gegen das Tabellenschlusslicht aus Bad Nauheim am Freitag zeigten unsere Löwen eine Reaktion und setzten sich am letzten Spieltag vor der Länderspielpause mit 2:1 nach Verlängerung bei den Kassel Huskies durch. Ausgerechnet dort, wo die Trauben bekanntlich deutlich höher hängen. Aber wer braucht schon Konstanz, wenn man seine Anhänger auch regelmäßig in den Wahnsinn treiben kann?

Ein Family Day, der seinem Namen alle Ehre machte

Bevor wir uns dem sportlichen Geschehen widmen, müssen wir allerdings noch ein paar Worte über das Drumherum verlieren. Die Kassel Huskies hatten zum „Family Day“ geladen und rückten damit vor allem die jüngsten Eishockeyfans in den Mittelpunkt. Auch der Eislöwen-Kidsclub machte sich auf den Weg nach Hessen und begleitete unsere Mannschaft in die Probonio Arena.

Bereits vor dem eigentlichen Spiel standen sich die U9-Vertretungen beider Clubs auf dem Eis gegenüber. Ein besonderes Erlebnis für die kleinen Nachwuchscracks, das sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Den Abschluss bildete ein großes gemeinsames Foto.

Genau so geht Eishockey! Rivalität auf dem Eis, Respekt und Zusammenhalt daneben. Es sind diese Momente, die unseren Sport so besonders machen. Ein großes Dankeschön nach Kassel für die Gastfreundschaft und diesen gelungenen Nachmittag!

Viel Kampf, wenig Glanz und zunächst ein Rückstand

Kommen wir zum sportlichen Teil. Und der war, zumindest über weite Strecken, wahrlich kein Leckerbissen. Die Huskies legten druckvoll los und bekamen von unserer Defensive nach gerade einmal fünf Minuten etwas zu viel Platz serviert. Leonhard Korus nahm die Einladung dankend an und brachte die Hausherren mit 1:0 in Führung.

Wer nun auf ein packendes Eishockeyspiel hoffte, wurde zunächst enttäuscht. Beide Mannschaften mühten sich redlich, doch spielerische Höhepunkte blieben Mangelware. Zwei Strafzeiten auf unserer Seite, vier aufseiten der Gastgeber – Kapital konnte daraus allerdings niemand schlagen. Die Überzahlformationen beider Teams präsentierten sich erschreckend harmlos. Überhaupt fehlte beiden Offensivreihen über weite Strecken die nötige Durchschlagskraft.

Auch im Mittelabschnitt änderte sich daran zunächst wenig. Erst ließen unsere Eislöwen eine eigene Überzahl ungenutzt, anschließend musste Tom Knobloch für vier Minuten auf die Strafbank. Die Huskies kurbelten ordentlich, unsere Löwen mussten leiden, bissen sich aber durch und blieben standhaft. Beinahe wäre in Unterzahl sogar der Ausgleich gelungen.

Doch auch die nächste eigene Überzahl verstrich ohne Torerfolg. Immerhin: Das Momentum begann langsam, aber sicher auf unsere Seite zu kippen. Unsere Cracks behaupteten die Scheibe zunehmend besser im Angriffsdrittel, setzten die Hausherren unter Druck und spielten die Huskies irgendwann regelrecht müde.

Dann war es endlich so weit! Ryan MacKinnon zog ab, Drew LeBlanc und Connor Korte brachten ihre Schläger entscheidend an die Scheibe – und plötzlich stand es 1:1! Der verdiente Lohn für eine Phase, in der unser Rudel endlich mehr Biss und Entschlossenheit zeigte.

Berbner hält uns im Spiel – Ahlroth setzt den Schlusspunkt

In der Folge entwickelte sich tatsächlich noch so etwas wie ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften hielten sich von der Strafbank fern und suchten die Entscheidung. Möglichkeiten gab es hüben wie drüben, doch mit der Chancenverwertung standen beide Offensivreihen weiterhin auf Kriegsfuß.

Besonders wichtig wurde in dieser Phase Marvin Berbner. Unser junger Schlussmann entschärfte gleich zwei Breakaways der Huskies und hielt seine Mannschaft damit im Spiel. Starke Aktionen, die am Ende einen entscheidenden Anteil am Auswärtssieg haben sollten!

Weil auf beiden Seiten kein weiterer Treffer fallen wollte, ging es für unsere Eislöwen erstmals in dieser Saison in die Verlängerung. Nach 13 Partien, in denen stets nach 60 Minuten Schluss gewesen war, gab es nun also die Premiere in Sachen Overtime.

Und dort bewies unser Rudel den längeren Atem!

David Suvanto packte einen sehenswerten Move aus und brachte den Kasseler Schlussmann damit bereits zu Boden. Den Abpraller schnappte sich Alec Ahlroth, der nicht lange fackelte und die Scheibe eiskalt zum 2:1-Siegtreffer versenkte! Auswärtssieg! Zwei Punkte! 

Nach der Enttäuschung vom Freitag war das genau die Antwort, die wir uns von unserer Mannschaft erhofft hatten. Spielerisch sicherlich noch immer keine Offenbarung, aber mit Kampfgeist, Geduld und dem nötigen Willen belohnte sich unser Rudel am Ende für seinen Einsatz.

Platz vier klingt gut – darf aber nicht über die Baustellen hinwegtäuschen

Mit diesem Erfolg verabschieden sich unsere Eislöwen in die Länderspielpause. Zeit zum Durchatmen, aber vor allem auch Zeit, um die ersten 14 Saisonspiele gründlich aufzuarbeiten.

Denn so erfreulich der vierte Tabellenplatz auch ist, sollte er keinesfalls darüber hinwegtäuschen, dass noch längst nicht alles Gold ist, was glänzt. Unsere Mannschaft hat zweifellos Qualität, das hat sie bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Doch zwischen überzeugenden Auftritten und teilweise erschreckend uninspirierten Leistungen liegen mitunter nur wenige Tage. Die Konstanz fehlt, die Defensive offenbart immer wieder Schwächen und auch offensiv läuft längst nicht alles rund.

Gerade deshalb sollte die Länderspielpause nicht nur zum Verschnaufen genutzt werden. Auf das Trainerteam wartet reichlich Arbeit. Und auch die Verantwortlichen wären gut beraten, den Spielermarkt aufmerksam im Auge zu behalten.

Insbesondere auf der Torhüterposition sehen wir weiterhin Handlungsbedarf. Marvin Berbner hat in Kassel einmal mehr gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Doch der Junge ist noch jung, befindet sich mitten in seiner Entwicklung und darf keinesfalls verheizt werden. Ihm dauerhaft eine Verantwortung aufzubürden, die eigentlich auf mehrere Schultern verteilt gehört, wäre aus unserer Sicht der falsche Weg. Hier sollte man ernsthaft über eine zusätzliche Verstärkung nachdenken.

Natürlich wollen wir bei aller Kritik nicht vergessen, wo unsere Eislöwen aktuell stehen. Platz vier nach 14 Spielen ist eine ordentliche Ausgangslage, auf der sich aufbauen lässt. Und zwei Punkte aus Kassel nimmt man schließlich auch nicht im Vorbeigehen mit.

Aber wer höhere Ziele verfolgt, darf sich eben nicht allein mit dem Tabellenstand zufriedengeben. Entscheidend ist, wie sich unsere Mannschaft weiterentwickelt. Die bisherigen Auftritte haben gezeigt, dass in diesem Rudel einiges steckt. Sie haben allerdings ebenso deutlich gemacht, dass noch jede Menge Luft nach oben vorhanden ist.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieses ersten Saisonabschnitts: Unsere Eislöwen können viel – aber sie müssen endlich lernen, dieses Können regelmäßig aufs Eis zu bringen.

Für den Moment überwiegt jedoch die Freude über den Auswärtssieg. Die passende Antwort auf den bitteren Freitagabend ist gelungen, zwei weitere Punkte wandern auf unser Konto und das Rudel darf mit einem Erfolgserlebnis in die Pause gehen.

Jetzt heißt es erst einmal: Durchatmen, Akkus aufladen und die Mähne richten!

Denn nach der Länderspielpause geht die wilde Fahrt weiter. Und wir hoffen doch sehr, dass unsere Löwen dann etwas häufiger den Weg nach oben finden.

Sonntag, 1. November 2026

Welches Gesicht zeigen die Eislöwen in Kassel?

Ein Viertel der Hauptrunde ist Geschichte. Zeit für eine erste Zwischenbilanz, die bei unseren Dresdner Eislöwen durchaus gemischte Gefühle hinterlässt. Sieben Siege stehen sechs Niederlagen gegenüber – eine nahezu ausgeglichene Bilanz, die ziemlich gut widerspiegelt, was unser Rudel bislang auf dem Eis gezeigt hat. Mal begeisternd, mal ernüchternd. Mal offensiv eine echte Augenweide, mal defensiv zum Haare raufen.

Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht diese Achterbahnfahrt. Mit satten 48 Treffern stellen unsere Eislöwen hinter Düsseldorf (52) die zweitbeste Offensive der gesamten Liga. Das kann sich durchaus sehen lassen! Doch wo viel Licht ist, fällt bekanntlich auch Schatten. Und der ist in der Defensive nicht gerade klein. Bereits 43 Gegentreffer mussten unsere Cracks hinnehmen und gehören damit zu den anfälligsten Mannschaften der Liga. Vorne hui, hinten zu oft pfui – so könnte man das erste Saisonviertel durchaus zusammenfassen.

Eine weitere interessante Randnotiz: Noch keine einzige Partie unserer Eislöwen ging in die Verlängerung. Sämtliche 13 Begegnungen waren nach 60 Minuten entschieden. Bei unserem Rudel gibt es bislang offenbar nur ganz oder gar nicht. Nervenschonend ist das allerdings nicht immer.

Zwei ambitionierte Teams, zwei durchwachsene Bilanzen

Am heutigen Sonntag beginnt für unsere Eislöwen in Kassel das zweite Viertel der regulären Saison. Und mit den Huskies wartet ein Gegner, der sich den bisherigen Saisonverlauf sicherlich ebenfalls etwas anders vorgestellt hat.

Die Nordhessen rangieren aktuell einen Tabellenplatz und einen Zähler vor unserem Rudel. Am Freitag mussten sich die Huskies in Düsseldorf knapp mit 1:2 nach Verlängerung geschlagen geben. Dabei begann die Saison für die Schlittenhunde durchaus vielversprechend. Vier Siege und elf Punkte aus den ersten vier Begegnungen ließen zunächst auf eine erfolgreiche Spielzeit hoffen.

Doch inzwischen ist ordentlich Sand im Kasseler Getriebe. Seit mehr als einem Monat warten die Huskies auf einen Sieg nach regulärer Spielzeit. Zuletzt gelang dieser am 25. September beim 4:2-Heimerfolg gegen die Füchse aus Weißwasser. Danach wurde zwar weiterhin gepunktet und gewonnen, allerdings benötigten die Nordhessen viermal in Folge die Verlängerung oder das Penaltyschießen, um als Sieger vom Eis zu gehen.

Zuletzt wurde es auch vor heimischer Kulisse ungemütlich. Gegen Landshut setzte es eine 2:4-Niederlage, gegen Weiden folgte sogar eine deutliche 1:5-Pleite. Aus den vergangenen vier Begegnungen sprangen insgesamt gerade einmal drei Punkte heraus. Für eine Mannschaft mit den Ambitionen der Kassel Huskies ist das sicherlich zu wenig.

Aufbaugegner oder Spielverderber?

Am heutigen Nachmittag treffen somit zwei vermeintliche Spitzenteams aufeinander, die ihren eigenen Ansprüchen bislang nicht immer gerecht geworden sind. Beide Mannschaften verfügen zweifellos über reichlich Qualität. Doch Qualität auf dem Papier gewinnt bekanntlich noch keine Eishockeyspiele.

Und damit wären wir wieder bei der Frage aller Fragen: Welches Gesicht zeigt unser Eislöwen-Rudel heute?

Sehen wir die Mannschaft, die mit Tempo, Leidenschaft und offensiver Durchschlagskraft jeden Gegner vor Probleme stellen kann? Oder erleben wir erneut jene unerklärlichen Schwächephasen, in denen defensive Ordnung und Konsequenz offenbar irgendwo in der Kabine vergessen wurden?

Nach der bitteren Heimniederlage gegen das Tabellenschlusslicht aus Bad Nauheim wäre eine passende Reaktion jedenfalls dringend angebracht. Denn eines sollte klar sein: Wer höhere Ziele verfolgt, darf sich nicht nur dann von seiner besten Seite zeigen, wenn gerade alles von allein läuft.

Für die Huskies geht es darum, ihre Negativserie vor heimischem Publikum zu beenden. Für unsere Eislöwen darum, ein völlig verkorkstes Null-Punkte-Wochenende zu verhindern und mit einem positiven Gefühl in die anstehende Länderspielpause zu gehen.

Die Ausgangslage verspricht also Spannung. Kassel will die dritte Heimniederlage in Folge unbedingt vermeiden. Wir dagegen hätten überhaupt nichts dagegen, den Schlittenhunden die nächste Niederlage einzuschenken.

Samstag, 31. Oktober 2026

Halloween-Grüße aus Löbau

Ob schaurig-schönes Halloween, ein gemütlicher Tag mit der Familie oder einfach ein paar entspannte Stunden mit den Liebsten – wir wünschen allen Eislöwen-Fans, Freunden und Unterstützern einen wunderschönen Feiertag!

Lasst den Alltag für einen Moment hinter euch, genießt die gemeinsame Zeit und macht das Beste aus diesem freien Tag. Vielleicht darf es heute ja auch ein bisschen gruselig werden? 

Ein kleines Stück Halloween für echte Eislöwen-Fans!

Passend zum heutigen Tag möchten wir euch noch einmal an unseren diesjährigen Halloween-Sticker erinnern. Ein schaurig-schönes Sammlerstück für alle, deren Herz auch an Halloween blau-weiß schlägt!

Neben diesem besonderen Motiv warten in unserem Fanshop natürlich noch viele weitere Sticker und Fanartikel darauf, entdeckt zu werden. Und wer schon an Weihnachten denkt, findet vielleicht sogar die eine oder andere Geschenkidee.

🛒 Hier geht's zu unserem Fanshop: Klick! 

In diesem Sinne: Happy Halloween, genießt den Feiertag und bleibt schön blau-weiß! 

Zwischen Größenwahn und Demut

Wo soll ich nach diesem Abend eigentlich anfangen? Selbst nach dem dritten Kaffee sitze ich hier und frage mich, ob dieser Fiebertraum tatsächlich so stattgefunden hat oder ob mein Gehirn irgendwann in der vergangenen Nacht beschlossen hat, mir einen besonders schlechten Halloween-Scherz zu spielen.

>> Bildergalerie von unserem Spielbesuch!

Wir hatten vor dem Spiel vor einem gewissen Gruselfaktor gewarnt. Dass dieser allerdings derart erbarmungslos zuschlagen würde, hatten wohl selbst die größten Pessimisten nicht auf dem Zettel. Gruselig? Enttäuschend? Armselig? Sucht euch etwas aus. Irgendwie passt alles. Und irgendwie beschreibt keines dieser Worte so richtig, was sich am Freitagabend in unserem Wohnzimmer abgespielt hat.

Die nackten Zahlen sind schnell erzählt: Unsere Dresdner Eislöwen verlieren gegen das Tabellenschlusslicht aus Bad Nauheim mit 1:2. Und das Schlimmste daran? Diese Niederlage war unter dem Strich nicht einmal unverdient.

Eigentlich möchte ich gar nicht viele Worte über diese 60 Minuten verlieren. Denn sonderlich viel Erwähnenswertes gab es nicht. Unsere Cracks taten sich gegen einen spielerisch limitierten Gegner unfassbar schwer, blieben offensiv über weite Strecken erschreckend harmlos und ließen so ziemlich alles vermissen, was eine Spitzenmannschaft auszeichnen sollte.

Tyson Spink brachte unser Rudel nach 24 Minuten mit 1:0 in Führung. Eigentlich der Moment, in dem eine Mannschaft mit entsprechenden Ambitionen das Spiel an sich reißen und den Gegner endgültig in die Schranken weisen sollte.

Eigentlich. Stattdessen durfte Bad Nauheim erleben, wie wenig es an diesem Abend brauchte, um aus Dresden drei Punkte zu entführen. Ganze drei Schüsse brachten die Hessen im Mittelabschnitt auf das Gehäuse von Fabian Hegmann. Zwei davon landeten im Netz. Effizienz nennt man das wohl. Oder aus Dresdner Sicht: ein Offenbarungseid.

Anschließend mauerten die Gäste, unsere Eislöwen rannten mehr oder weniger kopflos an und irgendwann war der Spuk vorbei. Bad Nauheim feierte seinen ersten Auswärtssieg dieser Saison. Ausgerechnet bei uns. Ausgerechnet gegen eine Mannschaft, die ganz andere Ansprüche an sich selbst stellt.

Herzlichen Glückwunsch nach Hessen. Wer mit seinen begrenzten Mitteln einen solchen Auftritt hinlegt und den Gegner derart konsequent ins Leere laufen lässt, hat sich die Punkte verdient.

Und damit wären wir eigentlich schon beim Kern des Problems. Doch zuvor hatte dieser Abend noch eine ganz besondere Zugabe für uns parat. Nach diesem sportlichen Gruselkabinett wollten wir eigentlich nur noch eines: nach Hause.

Doch wer dachte, mit der Schlusssirene sei der schlimmste Teil des Abends überstanden, hatte die Rechnung ohne den Schienenersatzverkehr gemacht.

Bis Dresden-Klotzsche ging es mit dem Ersatzbus. Schön, dass es diesen überhaupt gab. Weniger schön, dass der entsprechende Anschlusszug offenbar nicht auf den verspäteten Bus warten konnte oder durfte.

Und so standen wir kurz vor 23 Uhr irgendwo in Dresden-Klotzsche auf einem Bahnsteig, während uns der herrliche Oktober-Nieselregen um die Ohren wehte. Ein bisschen Wind dazu, kaum Schutz vor dem Wetter und die Aussicht auf rund zwei Stunden Wartezeit. Halloween hätte kaum schöner sein können.

Irgendwann kurz vor halb zwölf konnten wir zumindest die Reise nach Bischofswerda antreten. Und dann, kurz vor der Abfahrt, tatsächlich eine kleine Erlösung: Für die Weiterfahrt ab Bischofswerda war kurzfristig Ersatz organisiert worden.

Ein Wunder! Zwar mussten wir auch dort noch eine Weile warten, aber immerhin saßen wir endlich wieder im Warmen. Gegen zwei Uhr nachts fiel dann auch bei den Letzten von uns die Wohnungstür ins Schloss. Und irgendwann auf dieser nächtlichen Odyssee stellt man sich unweigerlich eine Frage:

Warum zum Teufel tun wir uns das eigentlich an? Wegen eines Eishockeyspiels? Wegen 60 Minuten, in denen man sich über Fehlpässe, vergebene Chancen und eine vermeidbare Niederlage ärgert? Wegen einer Mannschaft, die einen manchmal an den Rand des Wahnsinns treibt? Ja. Genau deswegen. Weil diese verdammte Leidenschaft eben manchmal Leiden schafft. Und weil es am Ende doch um so viel mehr geht als um drei Punkte auf irgendeinem Tabellenkonto. Das Wichtigste an diesem Abend war, dass wir alle gesund und wohlbehalten nach Hause gekommen sind. Dass wir als Fanclub zusammengehalten, gemeinsam geflucht, gelacht und diesen völlig absurden Abend irgendwie überstanden haben. Das relativiert eine Niederlage. Es zeigt, wie nebensächlich dieser Sport im großen Ganzen eigentlich ist.

Eigentlich. Denn kaum sitzt man am nächsten Morgen mit seiner neuen Eislöwen-Fans Löbau Emailletasse am Frühstückstisch, kreisen die Gedanken schon wieder um diese verdammten 60 Minuten. Und plötzlich ist sie wieder da, diese Frage: Was zur Hölle stimmt mit unserer Mannschaft nicht?

Wir wollen nach oben. Aber benehmen wir uns auch so?

Und jetzt wird es unbequem. Wir reden von der DEL. Wir reden von der Meisterschaft. Wir reden davon, dass unsere Dresdner Eislöwen zu den besten Mannschaften dieser Liga gehören sollen. Wir wollen uns mit den Großen messen, wollen ganz oben angreifen und irgendwann den nächsten Schritt machen. Alles schön und gut. Ambitionen sind wichtig. Ziele sind wichtig. Und nach Jahren voller Höhen und Tiefen darf man durchaus davon träumen, wieder ganz oben anzuklopfen. Aber dann muss man sich auch wie eine Mannschaft verhalten, die genau dorthin will.

Wer Meister werden will, darf sich für keine Aufgabe zu schade sein. Wer in die DEL will, muss zunächst einmal die DEL2 ernst nehmen. Und zwar jeden einzelnen Gegner.

Auch Bad Nauheim. Gerade Bad Nauheim! Und genau hier beginnt dieser fast schon schizophrene Widerspruch, der mich zunehmend wahnsinnig macht. Auf der einen Seite wollen wir uns nicht mit Mannschaften wie Bad Nauheim messen. Nicht, weil wir diesen Vereinen den Respekt verweigern wollen, sondern weil unsere eigenen sportlichen Ansprüche inzwischen ganz andere sind. Wir wollen nicht im Tabellenkeller herumkrebsen. Wir wollen oben mitspielen. Wir wollen Titel gewinnen. Auf der anderen Seite scheinen wir aber gelegentlich zu vergessen, dass der Weg nach oben ausgerechnet über diese Mannschaften führt.

Du kannst nicht von der DEL träumen und gleichzeitig glauben, dass dir die Punkte gegen das Schlusslicht schon irgendwie geschenkt werden.

Das funktioniert nicht! Eine Spitzenmannschaft zeichnet sich nicht dadurch aus, dass sie an einem guten Abend einen direkten Konkurrenten aus der Halle schießt. Eine Spitzenmannschaft zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie auch an einem schlechten Abend ihre Hausaufgaben erledigt. Dass sie gegen vermeintlich schwächere Gegner konzentriert bleibt. Dass sie nicht nach einer Führung innerlich schon den Feierabend einläutet. Dass sie bereit ist, auch gegen den Tabellenletzten dorthin zu gehen, wo es wehtut. Und wenn es spielerisch einmal nicht läuft, dann muss eben gearbeitet werden. Gebissen. Gekämpft. Erzwungen. Drei dreckige Punkte sind am Ende genauso viel wert wie drei Punkte nach einem rauschenden Eishockeyfest. Aber genau diese Erkenntnis scheint bei uns noch nicht überall angekommen zu sein.

Arroganz gewinnt keine Meisterschaften

Es ist ja nicht so, dass diese Mannschaft kein Eishockey spielen könnte. Im Gegenteil! Wir haben in dieser Saison bereits gesehen, welches Potenzial in unserem Rudel steckt. Umso unverständlicher sind diese regelmäßigen Aussetzer. Mal zerlegen wir einen Gegner nach allen Regeln der Kunst, dann lassen wir uns wieder vorführen. Mal wirken wir wie ein ernsthafter Titelkandidat, wenige Tage später wie eine Mannschaft, die sich ihrer eigenen Überlegenheit viel zu sicher ist. Und genau das macht mich wütend. Nicht die Niederlage an sich. Niederlagen gehören zum Sport. Auch ein Meisterschaftsanwärter wird nicht jedes Spiel gewinnen. Was mich wütend macht, ist die Art und Weise, wie wir solche Spiele aus der Hand geben.

Diese gefühlte Selbstverständlichkeit. Dieses Auftreten, bei dem man manchmal den Eindruck bekommt, dass schon die bloße Anwesenheit des Dresdner Eislöwen auf dem Trikot ausreichen müsste, damit der Gegner ehrfürchtig die Punkte abliefert. Nein, verdammt! So funktioniert diese Liga nicht.

Die DEL2 ist kein Wunschkonzert. Hier wartet niemand darauf, dass Dresden irgendwann vorbeikommt und sich die drei Punkte abholt. Ganz im Gegenteil. Für Mannschaften aus dem Tabellenkeller ist ein Sieg gegen einen vermeintlichen Favoriten ein Erfolgserlebnis, aus dem sie neue Hoffnung schöpfen können.

Und wer das nicht begreift, wird noch häufiger böse auf die Schnauze fallen. Arroganz ist kein Qualitätsmerkmal. Arroganz ist der Anfang vom Scheitern. Und wir Fans? Wir sind keinen Deut besser! Jetzt wäre es natürlich einfach, mit dem Finger ausschließlich auf unsere Mannschaft zu zeigen. Aber so billig möchte ich es uns nicht machen. Denn wenn wir schon über Überheblichkeit sprechen, sollten wir vielleicht zuerst einmal vor der eigenen Haustür kehren. Hand aufs Herz: Wie viele haben vor dem Spiel gegen Bad Nauheim überhaupt ernsthaft über eine mögliche Niederlage nachgedacht? Da wurde doch vielerorts nicht mehr darüber diskutiert, ob wir gewinnen, sondern nur noch darüber, wie hoch der Sieg ausfallen würde. Drei Tore Unterschied? Vier? Vielleicht sogar ein richtiges Schützenfest? Schließlich kommt ja nur das Schlusslicht. Nur Bad Nauheim. Nur eine Mannschaft, die auswärts noch keinen einzigen Punkt geholt hatte. Und genau da liegt der Fehler!

Es sind teilweise dieselben Leute, die von unseren Spielern Woche für Woche hundertprozentigen Einsatz, Konzentration und Respekt vor jedem Gegner einfordern, die selbst schon vor dem ersten Bully den Sieg als selbstverständlich verbuchen. Merkt ihr etwas? Wir verlangen von unserer Mannschaft eine Haltung, die wir selbst nicht immer vorleben. Wir wollen Demut auf dem Eis sehen, während wir auf den Rängen teilweise schon die Meisterfeier planen. Das passt nicht zusammen. Natürlich dürfen wir träumen. Natürlich dürfen wir hohe Erwartungen haben. Und selbstverständlich dürfen wir nach einer solchen Niederlage auch richtig sauer sein. Aber vielleicht täte uns allen ein bisschen mehr Bodenhaftung gut. Ich spreche im Zusammenhang mit der DEL2 immer wieder gern von Demut und Bescheidenheit. Nicht, weil wir uns kleinmachen sollen. Nicht, weil wir unsere Ansprüche herunterschrauben müssen. Und schon gar nicht, weil wir mit Mittelmaß zufrieden sein sollten.

Sondern weil Demut und Ehrgeiz keine Gegensätze sind. Im Gegenteil! Wer wirklich Großes erreichen will, muss zuerst die vermeintlich kleinen Dinge beherrschen. Und dazu gehört eben auch, einen Tabellenletzten ernst zu nehmen. Wir müssen nicht kleiner denken. Aber wir sollten endlich aufhören, uns größer zu machen, als wir tatsächlich sind. Denn die Tabelle interessiert sich nicht für große Namen, schöne Träume oder vollmundige Ankündigungen. Sie interessiert sich ausschließlich für Punkte. Und drei davon liegen seit Freitagabend in Bad Nauheim.

Wer Unruhe stiftet, hilft niemandem!

Eine Sache möchte ich zum Schluss noch loswerden. Rund um unsere Spink-Zwillinge machten am vergangenen Wochenende Gerüchte die Runde, die aus meiner Sicht vor allem eines bewirken: unnötige Unruhe. Ob dahinter tatsächlich Absicht steckt, kann ich nicht beurteilen. Aber wer ungeprüfte Behauptungen verbreitet, sollte sich zumindest darüber im Klaren sein, welchen Schaden er damit anrichten kann. Wir haben sportlich genügend Baustellen. Da braucht es nicht noch irgendwelche selbst ernannten Insider, die mit Halbwissen und Gerüchten für zusätzliche Unruhe sorgen. 

Deshalb meine deutliche Bitte an diejenigen, die solche Geschichten in die Welt setzen: Haltet einfach die Fresse, solange ihr nichts Belastbares vorzuweisen habt!

Kritik ist erlaubt. Kritik ist notwendig. Und nach Auftritten wie am Freitagabend muss Kritik sogar ausdrücklich erwünscht sein. Aber zwischen berechtigter Kritik und sinnloser Stimmungsmache liegt ein gewaltiger Unterschied.

Am Ende bleibt das, was uns niemand nehmen kann. Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieses völlig verrückten Abends. Wir können uns über unsere Eislöwen aufregen. Wir können schimpfen, fluchen, zweifeln und manchmal ernsthaft hinterfragen, warum wir uns diesen Wahnsinn immer wieder antun. Wir können nach einer bitteren Niederlage mitten in der Nacht auf einem zugigen Bahnsteig stehen und uns wünschen, einfach zu Hause geblieben zu sein. Aber wir werden trotzdem wiederkommen. Weil wir diesen Verein lieben. Weil uns diese Farben etwas bedeuten. Weil Eishockey für uns eben nicht nur ein Ergebnis auf einer Anzeigetafel ist. Und weil wir als Eislöwen-Fans Löbau auch an diesem Abend wieder gezeigt haben, was Gemeinschaft bedeutet. Gemeinsam durch die Niederlage. Gemeinsam durch den Regen. Gemeinsam durch das Chaos der Heimreise. Und irgendwann auch wieder gemeinsam durch bessere Zeiten.

Trotzdem sollte niemand den Fehler machen, unsere bedingungslose Leidenschaft mit bedingungsloser Zufriedenheit zu verwechseln. Wir stehen hinter dieser Mannschaft. Aber gerade deshalb dürfen und müssen wir mehr von ihr erwarten. Wer ganz nach oben will, muss endlich begreifen, dass der Weg dorthin nicht mit großen Worten, sondern mit harter Arbeit gepflastert ist. Nicht irgendwann. Nicht erst gegen die großen Namen. Sondern am Freitagabend gegen Bad Nauheim. Am Sonntag gegen den nächsten Gegner. Und an jedem verdammten Spieltag dieser Liga. Wir brauchen keine Mannschaft, die sich schon für etwas Besseres hält. Wir brauchen eine Mannschaft, die jeden Abend beweist, dass sie etwas Besseres werden will.

Das ist ein gewaltiger Unterschied. Und vielleicht sollten wir Fans uns diesen Satz ebenfalls hinter die Ohren schreiben. Denn wer nach oben will, muss mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Auch dann, wenn der Kopf längst von der DEL träumt.

Unser ESC wird niemals untergeh'n!

Donnerstag, 29. Oktober 2026

Halloween an der Elbe: Bloß keine böse Überraschung!

Das erste Viertel der Hauptrunde endet für unser Löwenrudel am Freitagabend mit einem Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim. Und wer einen Blick auf die Tabelle wirft, könnte schnell auf die Idee kommen, dass am Vorabend von Halloween ein gemütlicher Eishockeyabend mit drei fest eingeplanten Punkten auf uns wartet. Doch Vorsicht! Wir alle kennen die DEL2, ihre ganz eigenen Gesetze und haben den berühmten Gaul schon viel zu oft vor der Apotheke kotzen sehen.

Natürlich sind die Rollen auf dem Papier klar verteilt. Unsere Dresdner Eislöwen grüßen mit 21 Punkten von Tabellenplatz vier, während die Gäste aus Hessen mit gerade einmal acht Zählern das Schlusslicht der Liga bilden. Und als wäre das nicht schon deutlich genug, lässt sich die Statistik noch ein wenig weiter strapazieren: Auf fremdem Eis haben die Kurstädter in dieser Saison noch keinen einzigen Punkt geholt.

Überhaupt gab es für die Rot-Weißen bislang nur dreimal Grund zum Jubeln. Gegen Weiden und Landshut behielt man jeweils nach Penaltyschießen die Oberhand, während gegen Memmingen ein deutlicher Erfolg gelang.

Klingt nach einer klaren Angelegenheit? Pustekuchen!

Denn wer jetzt schon gedanklich die nächsten drei Punkte auf unser Konto bucht, könnte am Freitagabend ein ziemlich böses Erwachen erleben. Immerhin haben die Gäste zwei ihrer letzten vier Partien gewonnen. Auch wenn es zuletzt bei der Düsseldorfer EG eine deutliche 1:6-Klatsche setzte, werden die Hessen ganz sicher nicht an die Elbe reisen, um brav die Punkte abzuliefern und anschließend wieder nach Hause zu fahren.

Deshalb kann die Devise nur lauten: Unterschätzt diesen Gegner nicht!

Niemand, wirklich niemand in unserem Rudel darf dieses Spiel auf die leichte Schulter nehmen. Tabellenplätze schießen keine Tore, Statistiken gewinnen keine Zweikämpfe und Favoritenrollen bringen am Ende auch keine Punkte.

Es wird ganz allein an unseren Cracks liegen, was am Freitagabend auf der Anzeigetafel steht. Mit 100 Prozent Einsatz, Leidenschaft und dem nötigen Biss ist der nächste Dreier absolut drin. Aber eben nur dann, wenn von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert gearbeitet wird.

Und mal ganz unter uns: Auf eine gruselige Überraschung können wir an diesem Halloween-Wochenende wirklich verzichten. Die darf sich Bad Nauheim gerne für einen anderen Gegner aufheben.

Also, Mähne richten, Zähne zeigen und die nächsten drei Punkte einfahren!