Freitag, 14. Oktober 2022

Wer vorne nicht trifft kann nicht gewinnen

Es ist verhext. Da ist die Eissporthalle zum ersten Mal in dieser Saison so richtig gut besucht, die Mannschaft hat die Chance mit einem leidenschaftlichen Auftritt dafür zu sorgen, dass es auch zu den künftigen Heimspielen so ist und patzt ausgerechnet im Derby gegen zuletzt seit sieben Spielen sieglose Füchse. 

Als Entschuldigung kann da auch nicht herhalten, dass Coach Andreas Brockmann kurzfristig auf sieben Cracks verzichten musste und während dem Spiel auch noch den Goalie tauschen musste, weil "Schwendi" über Unwohlsein klagte. Natürlich spielte es den Gästen in die Karten, dass die Reihen bei den Eislöwen bunt durchgemischt waren. Und trotzdem setzten unsere Mannen das erste Ausrufezeichen. Jannis Kälble traf zum frühen 1:0. Ein Wirkungstreffer war das aber nicht. Vielmehr spielten die Gäste ihren "Stiefel" einfach weiter, entnervten die Eislöwen und sorgten zusehends für Druck. Das 1:1 durch Lane Scheidl mehr als verdient, mehr aber auch nicht. 

Was dann passiert, zieht sich fast schon wie ein roter Faden durch die bis dato immer noch junge Saison. Trotz des schmalen Kaders hat man die Chance, den Fuchs am Schwanz zu packen. Doch stattdessen schießt man den Goalie der Gäste berühmt. Schon im Mittelabschnitt muss Dresden eigentlich wieder in Führung gehen. Das macht stattdessen der Gast, der nur sehr selten wirklich gefährlich vor das Dresdner Gehäuse kam. 

Im Schlussdrittel spricht sogar die Schussstatistik von einem klaren Dresdner Übergewicht. Der Ausgleich wäre an diesem Abend mehr als verdient gewesen. Weißwasser erwehrte sich den Eislöwen-Angriffen, setzte ab und zu mal Nadelstiche, aber die Eislöwen hatten die besten Chancen das Spiel gar auf ihre Seite zu lenken. Doch Hufksy, Abwehrbeine und der Torpfosten hatten etwas dagegen. 

So scheitern unsere Eislöwen heute vor allem an sich selbst. Die Chancenverwertung ist das brennende Thema. Ohne eigene Treffer wird es schwer Spiele zu gewinnen. Dennoch muss man der Mannschaft auch Mut zu sprechen. Trotz schmalen Kaders hatte man immer die Chance, dass Spiel zu gewinnen. 

In WSW hat man nun wieder einen Abend, von dem man sicher noch lange zehren und seinen Enkel berichten kann. Für uns heißt es: Mund abputzen, weiter machen!

Die Statistik zum Spiel:

Dresdner Eislöwen - Lausitzer Füchse 1:3 (1:1, 0:1, 0:1)

Torfolge: 1:0 Jannis Kälble (03:35), 1:1 Lane Scheidl (08:14), 1:2 Sebastian Zauner (33:37), 1:3 Hunter Garlent (59:26 / ENG)

Strafen: 6 / 4 Minuten

Zuschauer: 4.212 in der Eissporthalle Dresden

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