Gestern noch Derbysieger - schon heute voller Fokus auf den nächsten Gegner. Am Sonntag geben erstmals in dieser Saison die Selber Wölfe ihre Visitenkarte an der Elbe ab. Die Gäste sicherten im Frühjahr über die Playdowns den Klassenerhalt und sind mit bisher zehn Punkten solide aus den Startlöchern gekommen.
Anteil daran hat auch Selbs Goalie Michael Bitzer. Im Ligavergleich hat dieser mit 403 Minuten die meiste Einsatzzeit seiner Kollegen. Bitzer's Fangquote beträgt aktuell 91,40 Prozent. Sein Gegenüber dürfte auch am Sonntag wieder Janick Schwendener heißen. "Schwendi" bringt es aktuell bei 235 absolvierten Minuten auf eine Quote von 95,24 Prozent.
Mit Feodor Boiarchinov, Kevin Lavallée und Arturs Kruminsch befinden sich gleich drei bekannte Ex-Eislöwen im Lineup der Wölfe. Hinzu kommen außerdem noch Leon Fern und Martin Hlozek, die allerdings nur kurz an der Elbe weilten. Ein weiterer ehemaliger Eislöwe wird am Sonntag allerdings nicht in der Eissporthalle aufschlagen. Lucas Flade hat per Förderlizenz bereits fünf Spiele in dieser Saison im Selber Trikot absolviert, wird aber am Wochenende bei seinen Steelers in Bietigheim benötigt.
Auswärts konnten die Wölfe bisher in Kassel (3:2-Overtime-Sieg) und in Bayreuth (5:2) siegen. Die einzige Niederlage kassierten die Selber auf fremden Eis beim 3:7 in Ravensburg. Auf heimischen Eis musste man sich zuletzt zweimal mit 4:5 in der Overtime geschlagen geben. Dabei führte man gegen Landshut bereits mit 4:0 und gegen Bad Nauheim 3:1 und 4:3.
Ein Selbstläufer wird es für unsere Eislöwen somit nicht. Allerdings grooven sich unsere Cracks langsam ein und wollen sicherlich dem Derbysieg nun den dritten Heimsieg am Stück folgen lassen. Am Freitag war übrigens die Verteilung der Strafen erstmals in dieser Saison ausgeglichen. Nun war dies in den bisherigen Heimspielen immer eine fast schon einseitige Angelegenheit zu Gunsten unserer Gäste. Man darf gespannt sein, wie es am Sonntag laufen wird. Es kann ja eigentlich nur besser werden. Besser sollte außerdem auch endlich wieder das Interesse der Fans an der eigenen Mannschaft werden. Die Jungs haben es sich verdient.

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