52 Spiele dieser Eishockey-Saison 2018/19 sind Geschichte. Bevor am
kommenden Wochenende die heiße Phase beginnt, werfe ich einen kleinen Blick in
den Rückspiegel.
„Die Dresdner Eislöwen sind hinter ihren Erwartungen geblieben“, „In
Dresden hatte man ganz andere Ziele“, oder „In der Dresdner Mannschaft steckt
viel Potenzial“. Es ist nur eine kleine Auswahl an Sätzen, die man als
Eislöwen-Fan oft in dieser Saison hören musste. Und selbst wurde man aus der
Mannschaft nie wirklich schlau. Rief man sein Potenzial zu Beginn der Saison
gar nicht ab, wechselten sich dann gute Leistungen und Leistungen zum Schämen
konstant ab. Immerhin eine Konstante in einer sonst unbeständigen Hauptrunde
der Dresdner Eislöwen.
Und trotzdem zeigte die Leistungskurve der Eislöwen im weiteren
Verlauf leicht nach oben. Dazu brauchte es aber einen Trainerwechsel, einen
Kapitänswechsel, Spieler fanden sich zwischendurch auf der Tribüne wieder,
einen Fanstammtisch und zu guter Letzt musste Alexander Höller den Klub
verlassen. Viel Bewegung, viele Maßnahmen = wenig Ertrag? Naja, natürlich hatte
man schon eine andere Erwartungshaltung, als das man bis zum letzten Spieltag
um den Klassenerhalt zittern musste. Wir sind aber auch kein Ligaprimus und
sollten nicht vergessen, wer wir sind und wo wir hergekommen sind. Deshalb
sollte man den erreichten direkten Klassenerhalt nicht zu wenig Anerkennung
beimessen, aber auch einige Dinge kritisch hinterfragen.
Gemessen an dem spielerischen Potenzial was vorhanden war und ist,
sollte Platz neun nicht der Maßstab sein. Selbst hatte ich unsere Mannschaft
irgendwo zwischen Platz vier und sechs gesehen. Nur lief eben im ersten Viertel
der Hauptrunde rein gar nichts zusammen und diesen Rucksack konnte man bis zum Ende nicht mehr entscheidend abstreifen. Letztlich steht trotzdem der direkte Klassenerhalt zu Buche - darüber können und müssen wir angesichts der letzten Monate zufrieden sein.
Die Saison beginnt mit den Pre-Playoffs ohnehin bei null. Was jetzt
kommt, ist natürlich auch aufgrund des Verlaufes der Hauptrunde, eine Zugabe.
Die Mannschaft kann uns nochmal überraschen und zeigen was in ihr steckt.
Positiv ist auch die Zuschauerentwicklung im Saisonendspurt. Auch
stimmungstechnisch konnte man nochmal eine Schippe draufpacken. Es ist also
längst nicht alles schlecht, aber eben auch nicht alles perfekt. Und so wird
man die kommenden Wochen so nehmen, wie sie kommen. Insgesamt hofft man auf das
Playoff-Viertelfinale. Und ich denke, sollte man die Qualifikation dafür noch
schaffen, kann man die Saison als vollends „gerettet“ betrachten.
Alles andere, in und um den Klub, muss in der Zukunft weiter wachsen. Zum
Abschluss noch ein paar statistische Auswertungen zur abgelaufenen Hauptrunde:
Gesamtbilanz der Hauptrunde:
9. Platz – 25 Siege – 27 Niederlagen – 165:191 Tore – 73 Punkte
Heimbilanz:
6. Platz – 16 Siege – 10 Niederlagen – 94:80 Tore – 50 Punkte
Auswärtsbilanz:
11. Platz – 9 Siege – 17 Niederlagen – 71:111 Tore – 23 Punkte
Ausbeute nach
Hauptrunden-Vierteln:
1.Viertel (01.-13. Spieltag: 3 Siege – 10 Niederlagen – 35:55 Tore – 9
Punkte – Gesamtplatzierung: 13.)
2.Viertel (14.-26. Spieltag: 7 Siege – 6 Niederlagen – 40:40 Tore – 22
Punkte – Gesamtplatzierung: 12.)
3.Viertel (27.-39. Spieltag: 8 Siege – 5 Niederlagen – 45:46 Tore – 21
Punkte – Gesamtplatzierung: 9.)
4.Viertel (40.-52. Spieltag: 7
Siege – 6 Niederlagen – 45:45 Tore – 21 Punkte – Gesamtplatzierung: 9.)
Höchster Sieg:
6:1 gegen Kassel (38.Spieltag)
Höchste Niederlage:
1:8 gegen Ravensburg (1.Spieltag) und 4:11 gegen Crimmitschau
(19.Spieltag)
Zuschauerbilanz:
66.864 Zuschauer (Schnitt: 2.572), Platz 6 in der Zuschauertabelle
Top-Scorer:
Jordan Knackstedt (71 Punkte, 20 Tore, 51 Assists)

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