Montag, 4. März 2019

Die Hauptrunde im Rückspiegel: Krampf, Leid und der Klassenerhalt


52 Spiele dieser Eishockey-Saison 2018/19 sind Geschichte. Bevor am kommenden Wochenende die heiße Phase beginnt, werfe ich einen kleinen Blick in den Rückspiegel.

„Die Dresdner Eislöwen sind hinter ihren Erwartungen geblieben“, „In Dresden hatte man ganz andere Ziele“, oder „In der Dresdner Mannschaft steckt viel Potenzial“. Es ist nur eine kleine Auswahl an Sätzen, die man als Eislöwen-Fan oft in dieser Saison hören musste. Und selbst wurde man aus der Mannschaft nie wirklich schlau. Rief man sein Potenzial zu Beginn der Saison gar nicht ab, wechselten sich dann gute Leistungen und Leistungen zum Schämen konstant ab. Immerhin eine Konstante in einer sonst unbeständigen Hauptrunde der Dresdner Eislöwen.

Und trotzdem zeigte die Leistungskurve der Eislöwen im weiteren Verlauf leicht nach oben. Dazu brauchte es aber einen Trainerwechsel, einen Kapitänswechsel, Spieler fanden sich zwischendurch auf der Tribüne wieder, einen Fanstammtisch und zu guter Letzt musste Alexander Höller den Klub verlassen. Viel Bewegung, viele Maßnahmen = wenig Ertrag? Naja, natürlich hatte man schon eine andere Erwartungshaltung, als das man bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern musste. Wir sind aber auch kein Ligaprimus und sollten nicht vergessen, wer wir sind und wo wir hergekommen sind. Deshalb sollte man den erreichten direkten Klassenerhalt nicht zu wenig Anerkennung beimessen, aber auch einige Dinge kritisch hinterfragen.

Gemessen an dem spielerischen Potenzial was vorhanden war und ist, sollte Platz neun nicht der Maßstab sein. Selbst hatte ich unsere Mannschaft irgendwo zwischen Platz vier und sechs gesehen. Nur lief eben im ersten Viertel der Hauptrunde rein gar nichts zusammen und diesen Rucksack konnte man bis zum Ende nicht mehr entscheidend abstreifen. Letztlich steht trotzdem der direkte Klassenerhalt zu Buche - darüber können und müssen wir angesichts der letzten Monate zufrieden sein.

Die Saison beginnt mit den Pre-Playoffs ohnehin bei null. Was jetzt kommt, ist natürlich auch aufgrund des Verlaufes der Hauptrunde, eine Zugabe. Die Mannschaft kann uns nochmal überraschen und zeigen was in ihr steckt. Positiv ist auch die Zuschauerentwicklung im Saisonendspurt. Auch stimmungstechnisch konnte man nochmal eine Schippe draufpacken. Es ist also längst nicht alles schlecht, aber eben auch nicht alles perfekt. Und so wird man die kommenden Wochen so nehmen, wie sie kommen. Insgesamt hofft man auf das Playoff-Viertelfinale. Und ich denke, sollte man die Qualifikation dafür noch schaffen, kann man die Saison als vollends „gerettet“ betrachten.

Alles andere, in und um den Klub, muss in der Zukunft weiter wachsen. Zum Abschluss noch ein paar statistische Auswertungen zur abgelaufenen Hauptrunde:

Gesamtbilanz der Hauptrunde:
9. Platz – 25 Siege – 27 Niederlagen – 165:191 Tore – 73 Punkte

Heimbilanz:
6. Platz – 16 Siege – 10 Niederlagen – 94:80 Tore – 50 Punkte

Auswärtsbilanz:
11. Platz – 9 Siege – 17 Niederlagen – 71:111 Tore – 23 Punkte

Ausbeute nach Hauptrunden-Vierteln:
1.Viertel (01.-13. Spieltag: 3 Siege – 10 Niederlagen – 35:55 Tore – 9 Punkte – Gesamtplatzierung: 13.)
2.Viertel (14.-26. Spieltag: 7 Siege – 6 Niederlagen – 40:40 Tore – 22 Punkte – Gesamtplatzierung: 12.)
3.Viertel (27.-39. Spieltag: 8 Siege – 5 Niederlagen – 45:46 Tore – 21 Punkte – Gesamtplatzierung: 9.)
4.Viertel (40.-52. Spieltag:  7 Siege – 6 Niederlagen – 45:45 Tore – 21 Punkte – Gesamtplatzierung: 9.)

Höchster Sieg:
6:1 gegen Kassel (38.Spieltag)

Höchste Niederlage:
1:8 gegen Ravensburg (1.Spieltag) und 4:11 gegen Crimmitschau (19.Spieltag)

Zuschauerbilanz:
66.864 Zuschauer (Schnitt: 2.572), Platz 6 in der Zuschauertabelle

Top-Scorer:
Jordan Knackstedt (71 Punkte, 20 Tore, 51 Assists)

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