37.Spieltag der DEL2-Hauptrunde
Dresdner Eislöwen – Fischtown Pinguins
Bremerhaven 3:2 (0:1,1:0,1:1,0:0) n.P.
Der Abend begann emotional: Vor dem ersten Bully wurde eine
Schweigeminute abgehalten. Bei den Terroranschlägen unter der Woche in Istanbul
sind drei sächsische Mitbürger ums Leben gekommen. Darunter auch Steffen H. und
sein Vater. Beide waren vor einer Woche noch beim Winterderby dabei und wurden
nun viel zu zeitig aus dem Leben gerissen! Den Angehörigen möchte ich nochmals
mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Nun zum Spiel: Das schlechteste am Abend
war die Zuschauerzahl. Nur 2305 Zuschauer fanden sich in der Eissporthalle ein.
Da hatte ich ehrlich gesagt etwas mehr erwartet. Das Spiel gegen den Favoriten
aus Bremerhaven begann von beiden Seiten verhalten. Nach wenigen Highlights
nutzte Stieler eine Überzahlsituation der Gäste zum 0:1 in der elften Minute.
Im ersten Drittel verpassten unsere Löwen einige PowerPlay-Chancen zu nutzen.
Das klappte im zweiten Drittel besser. Arturs Kruminsch markierte in der 31.
Minute den 1:1-Ausgleich. Im Schlussdrittel schlugen unsere Eislöwen erneut in
Überzahl zu. René Kramer brachte den ESC in Führung. Bremerhaven gelang dann
aber doch noch der 2:2-Ausgleich durch Teljukin. Nach einer torlosen Overtime
musste das Penaltyschießen entscheiden, in dem für die Gäste nur Raufbold Tim
Miller traf. Für die Eislöwen war zunächst Macholda erfolgreich, bevor Filin den
3:2-Sieg perfekt machte und für zwei verdiente Punkte auf dem Eislöwen-Konto
sorgte. Das Spiel hat eine weitere Entwicklung unter dem neuen Trainer gezeigt.
Unsere Mannschaft spielt aggressiver, fährt mehr Checks und wirkt vollkommen
klar im Kopf. Dieser Sieg kann ein wichtiger Meilenstein für die restlichen
Spiele werden. Interessante Äußerungen gab es dann auf der Pressekonferenz nach
dem Spiel vom Trainer der Gäste, der den Schiedsrichter als eine Schande für
die DEL2 befand. Allein mit dieser Aussage ist wohl eher Doucet eine Schande
für die DEL2. Alle Entscheidungen des Referees waren in Ordnung. Es war schon
fast erschreckend mit welcher Härte die Pinguine aufgetreten sind. Unter dem
Strich in jedem Fall ein verdienter Sieg der Dresdner Eislöwen, die nun zehn
Punkte Vorsprung auf die Playdown-Plätze haben. Am Sonntag geht es dann zu
Falken nach Heilbronn. Bully ist um 18:30 Uhr.
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