Dienstag, 6. Oktober 2026

Erst erkämpft, dann überzeugt: Eislöwen feiern perfektes Wochenende

Nach drei Niederlagen zum Auftakt gelang unseren Eislöwen gegen Ravensburg endlich der erste Saisonsieg. Mit diesem Erfolg im Rücken stand nun das dritte DEL2-Wochenende der noch jungen Spielzeit auf dem Programm – mit einem Heimspiel gegen Bietigheim und dem Gastspiel in Landshut.

Den Anfang machten am Freitag die Steelers aus Bietigheim. Was die rund 3.500 Zuschauer über weite Strecken von beiden Mannschaften geboten bekamen, war allerdings eher Eishockey auf überschaubarem Niveau. Unsere Cracks mühten sich, Bietigheim spielte eine einfache Kelle – und so dümpelte die Partie lange Zeit vor sich hin.

Kurz vor der ersten Sirene schlugen die Gäste dann ausgerechnet in Überzahl zu und gingen mit 1:0 in Führung. Klar, wie sollte es auch anders laufen?

Wesentlich besser wurde es im zweiten Abschnitt zunächst nicht. Unsere Mannschaft entwickelte kaum Zug zum Tor und fing sich in der 35. Minute auch noch das 0:2. Die Stimmung auf den Rängen kippte trotzdem nicht. Wir gaben weiter alles – unbeirrt von einer, sagen wir mal, ausbaufähigen Einlaufshow und ebenso unbeirrt vom Rückstand unseres Rudels.

Mit einer ordentlichen Portion Zweckoptimismus ging es ins Schlussdrittel. Und auch dort sah zunächst wenig nach einem Comeback aus. Bis es endlich einmal im Powerplay klappte: Ryan MacKinnon zog von der blauen Linie ab und brachte uns in der 47. Minute zurück ins Spiel.

Sollte hier tatsächlich noch etwas gehen? Plötzlich schwanden bei Bietigheim die Kräfte und unsere Cracks konnten das Tempo hochhalten. Nur drei Minuten später bekam Adam Helewka zu viel Platz, drehte seinen Halbkreis und fackelte nicht lange. 2:2 – und die Nordkurve explodierte!

Ausgerechnet das zuletzt kränkelnde Powerplay hatte uns mit zwei Treffern zurück ins Spiel gebracht. Und wiederum nur drei Minuten später durften wir schon wieder jubeln. Bruno Riedl dachte sich offenbar: Ach komm, ich halt einfach mal drauf. Ich selbst habe die Scheibe gar nicht einschlagen sehen. Egal! 3:2 – erstmals an diesem Abend lagen unsere Eislöwen vorn.

Die Schlussphase wurde noch einmal wild. Bietigheim durfte in Überzahl ran, auf der anderen Seite hatte Tomas Sykora im Konter die Chance zur Entscheidung. Ein weiterer Treffer wollte aber auf beiden Seiten nicht mehr fallen.

3:2. Schluss. Nehmen wir! Schön war das über weite Strecken wahrlich nicht und über die ersten 45 Minuten muss man definitiv reden. Am Ende hat unsere Mannschaft aber nicht aufgegeben, weiter an sich geglaubt und die Partie tatsächlich noch gedreht. Dazu kam ein starker Marvin Berbner zwischen den Pfosten, der nach dem Spiel völlig zurecht von den Fans gefeiert wurde.

Oktoberfest in Löbau, drei Punkte in Landshut

Das Wochenende sollte am Sonntag mit dem Gastspiel in Landshut und unserem 2. Oktoberfestabend ausklingen. Während wir uns in großer Runde in Löbau im Wohnzimmer bei zünftigem Essen und passenden Getränken versammelten und einen richtig schönen Abend verbrachten, war unser „Lange“ direkt in Landshut vor Ort.

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Per Videocall vor dem Spiel und während der Drittelpausen schafften wir es so sogar, die Partie irgendwie gemeinsam zu verfolgen. Moderne Fanclubarbeit eben. 

Und sportlich? Da nahmen unsere Eislöwen die Herausforderung in Landshut richtig gut an. Die Mannschaft startete druckvoll und hellwach in die Partie. Schon nach wenigen Sekunden hätte es klingeln können – nach gerade einmal 64 Sekunden war es dann tatsächlich so weit. Gregory Kreutzer sorgte für die frühe 1:0-Führung.

Damit hatten wir die Hausherren durchaus ein wenig überrascht. Unsere Eislöwen übernahmen die Spielkontrolle, auch wenn zunächst kein weiterer Treffer folgen sollte. Insgesamt war es bis dahin wohl der beste Auftritt unserer Mannschaft in dieser noch jungen Saison.

Und auch das Powerplay sollte an diesem Abend wieder zuschlagen. Jan Nijenhuis blieb vor dem Landshuter Gehäuse hartnäckig und erhöhte in der 32. Minute im Nachsetzen auf 2:0. Mit diesem Spielstand ging es auch in die zweite Pause.

Nun hatten wir am Freitag gerade erst miterlebt, wie schnell eine 2:0-Führung verschwinden kann. Und tatsächlich kam Landshut mit ordentlich Druck aus der Kabine. In der 47. Minute verkürzte Andreas Schwarz, der an diesem Sonntag für 600 Spiele im EVL-Trikot geehrt wurde, auf 1:2.

Wie würde unsere Mannschaft darauf reagieren? Ganz cool! Nur vier Minuten später stellte Tyson Spink den alten Abstand wieder her und traf zum 3:1. Sollte das tatsächlich reichen?

Ganz durch waren wir noch nicht. 96 Sekunden vor dem Ende verkürzte Immo auf 2:3 und die Hausherren witterten noch einmal ihre Chance. Doch auch mit gezogenem Goalie entwickelte Landshut nicht mehr genügend Druck, um unsere Cracks ernsthaft ins Wanken zu bringen.

Stattdessen machten Dane Fox und Tyson Spink mit zwei Empty-Nettern endgültig den Deckel drauf und schraubten das Ergebnis auf 5:2 in die Höhe.

Am Ende stand ein völlig verdienter Auswärtssieg unserer Mannschaft – und damit tatsächlich das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Saison! Drei Siege in Folge. Sechs Punkte an einem Wochenende. Und vor allem ein Auftritt in Landshut, der Mut für die kommenden Aufgaben macht.

Natürlich gibt es weiterhin einige Baustellen. Gerade die ersten 45 Minuten gegen Bietigheim haben gezeigt, dass längst noch nicht alles rundläuft. Aber nach dem schwierigen Saisonstart scheint unser Rudel langsam in der neuen Spielzeit anzukommen. Und drei Siege am Stück fühlen sich doch schon deutlich besser an.

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