Und schon am gestrigen Sonntag bekam dann jedes Fanlager das, was es verdient hatte: Die Westsachsen verloren in Weiden – und unsere Eislöwen konnten endlich den ersten „Dreier“ der Saison verbuchen.
Aber damit zum Wichtigen: Der Druck vor dem Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars war durchaus vorhanden. Nach drei Niederlagen zum Saisonstart sollte endlich etwas Zählbares her. Und anscheinend beflügelte genau dieser Druck unser Team.
Unsere Cracks übernahmen vom ersten Bully weg die Kontrolle. Ehe die Ravensburger überhaupt richtig ein Bein auf das Eis unserer Arena bekommen hatten, leuchtete nach gerade einmal 5 Minuten und 15 Sekunden bereits ein 3:0 für die Eislöwen vom Videowürfel.
Wie aus einem Guss wurde der Gegner in dieser Anfangsphase auseinandergenommen. Das erinnerte plötzlich wieder an die starke Vorbereitung. Erst hatte Oliver Granz Platz, dann lief Alec Ahlroth perfekt in Position und schließlich klappte auch bei Tyson Spink einfach alles. Drei Tore, fünf Minuten – die Arena stand Kopf.
Die Stimmung auf den Rängen war grandios, das Spiel danach allerdings etwas weniger spektakulär. Unsere Cracks schalteten einen Gang zurück, hatten die Partie aber weiterhin weitgehend unter Kontrolle. Weniger Kontrolle hatten an diesem Abend die Schiedsrichter über das Geschehen. Zahlreiche Strafzeiten brachten die Gäste gegen Ende des ersten Drittels besser ins Spiel. In doppelter Überzahl verkürzte Struthers schließlich auf 1:3.
Auch im zweiten Drittel setzte sich das muntere Strafzeitensammeln fort. Nach einer überstandenen Unterzahl stand auf der Gegenseite Dane Fox genau richtig und löffelte einen Abpraller zum 4:1 in die Maschen. Unser Hallensprecher war mit seiner Ansage noch gar nicht fertig, da klingelte es schon wieder – 5:1! Nun durfte sich auch Tylor Spink in die Torschützenliste eintragen.
Zu diesem Zeitpunkt war allerdings noch nicht einmal die Hälfte des Spiels absolviert. Also bloß nicht ausruhen.
Nach einem Konter der Gäste wurde es dann noch einmal hitzig. Unser Tor war bereits verschoben, ein Ravensburger lag gemeinsam mit unserem Goalie auf dem Eis und Czarnik brachte den Puck trotzdem noch im verschobenen Gehäuse unter. Nach Sichtung der Videobilder wurde der Treffer gegeben (30.) – nur noch 5:2.
So aufregend die erste Hälfte der Partie war, so ruhig verlief anschließend die restliche Spielzeit. Unsere Eislöwen verwalteten den Vorsprung, ließen nichts mehr anbrennen und brachten den ersten Saisonsieg souverän über die Zeit.
Und natürlich vermittelt dieser erste Dreier nach drei Niederlagen ein richtig gutes Gefühl. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
Die Baustellen bleiben bekannt. Das Powerplay gehört weiterhin dazu. Aber an diesem Sonntag ging es vor allem darum, eine Reaktion zu zeigen und endlich die ersten drei Punkte einzufahren. Genau das ist gelungen.
Für uns endete das Wochenende schließlich bei ein, zwei kühlen Bierchen und einer entspannten Zugfahrt nach Hause. Nach einem intensiven Wochenende durfte dann auch einfach mal durchgeatmet werden. Nun heißt es: Kräfte sammeln, weiterarbeiten und am kommenden Wochenende wieder abliefern!
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