Montag, 31. August 2026

Comeback-Qualitäten und starke Ansätze

Nach 168 langen Tagen des Wartens war es am zurückliegenden Wochenende endlich wieder so weit: Heimspielzeit in der JOYNEXT Arena! Unsere Eislöwen hatten zum traditionellen Heimturnier geladen. Fast schon ebenso traditionell ist allerdings, dass die Spiele trotz interessanter Gegner nicht das ganz große Zuschauerinteresse wecken. An beiden Turniertagen waren dennoch jeweils rund 2.500 Fans dabei – darunter auch einige Unterstützer aus Iserlohn, Wolfsburg und Liberec.

Den Auftakt in das Turnier machten am Freitag die beiden DEL-Clubs aus Wolfsburg und Iserlohn. Die Grizzlys verpassten dabei als Titelverteidiger den erneuten Einzug ins Finale und mussten sich den Roosters knapp geschlagen geben. Das einzige Tor der Partie fiel erst in der 59. Minute, als Eisenmenger für Iserlohn traf.

Anschließend waren unsere Cracks gegen Liberec gefordert. Dieses Duell hatte es bereits im Februar dieses Jahres gegeben. Damals wie diesmal mussten sich unsere Eislöwen zwar dem tschechischen Erstligisten geschlagen geben, doch die Schützlinge von Bo Subr zeigten eine deutlich bessere Leistung als noch beim Aufeinandertreffen während unserer DEL-Saison.

Die Partie begann dabei durchaus verheißungsvoll. David Suvanto traf im Powerplay sehenswert zum 1:0 (7.). Die Weißen Tiger erhöhten anschließend zwar den Druck, doch unsere Eislöwen blieben hellwach. Einen Fehler im Spielaufbau der Gäste nutzte Tyson Spink eiskalt und erhöhte auf 2:0. Auf der Gegenseite war Fabian Hegmann zwischen den Pfosten mehrfach gefordert und hielt die Führung zunächst fest.

Liberec, das in dieser Saison auch in der Champions Hockey League antritt, erhöhte im zweiten Abschnitt allerdings spürbar den Druck. Unsere Eislöwen agierten nun nicht mehr ganz so zielstrebig wie noch zu Beginn der Partie. Der 1:2-Anschlusstreffer war die logische Konsequenz. Auch im Schlussabschnitt sollte für unsere Mannschaft nicht mehr viel gehen – unter anderem, weil man sich durch einige Strafzeiten selbst aus dem Rhythmus brachte. Der Favorit nutzte diese Unzulänglichkeiten eiskalt aus, drehte die Partie und zog am Ende auf 5:2 davon.

Damit ging es für unsere Eislöwen am Sonntag im Spiel um Platz drei gegen die Grizzlys Wolfsburg. Noch im Vorjahr standen sich beide Teams im Finale gegenüber. Damals hatten sich die Niedersachsen knapp mit 2:1 durchgesetzt.

Zurück ins Hier und Jetzt: Unsere Cracks erwischten einen guten Start und erspielten sich die ersten Chancen. Nur der Treffer gegen Ex-Eislöwe Hannibal Weitzmann wollte zunächst nicht fallen. Und dann kam es, wie es in solchen Situationen eben häufig kommt: Unterzahl Eislöwen – und schon lagen die Gäste in Führung. Gerade einmal 26 Sekunden nachdem Felix Krüger in der Kühlbox Platz genommen hatte, traf Robert Lynch zum 0:1. Nun hatten die Niedersachsen das Momentum auf ihrer Seite. Justin Feser legte nur zwei Minuten später das 0:2 nach. Das hatte gesessen. Nach einem eigentlich guten Start mussten sich unsere Cracks erst einmal schütteln.

Das zweite Drittel begann dann allerdings direkt mit einem Weckruf. Gerade einmal 24 Sekunden waren gespielt, als Neuzugang Adam Helewka endlich Weitzmann im Grizzlys-Tor überwinden konnte. Unsere Cracks fanden nun wieder besser in die Partie, verdienten sich den Anschlusstreffer und wollten mehr.

Und es kam auch mehr: Eine schöne Kombination über Dane Fox und die beiden Spink-Brüder sorgte in der 34. Minute für das 2:2. Damit war vor dem Schlussabschnitt wieder alles offen.

Die Partie wurde nun zunehmend intensiver und auf beiden Seiten häuften sich die Strafzeiten. Ein weiterer schöner Spielzug sorgte schließlich für die erstmalige Eislöwen-Führung an diesem Nachmittag. Jan Nijenhuis brachte die Scheibe vor das Tor, wo mit Alec Ahlroth ein weiterer Neuzugang goldrichtig stand und zum 3:2 vollendete.

Es folgte eine wilde Schlussphase, in der unsere Cracks noch einmal in Unterzahl ran mussten. Doch auch diese Situationen wurden unbeschadet überstanden – nicht zuletzt, weil „Schwendi“ zwischen den Pfosten einen guten Eindruck hinterließ. Als die Wolfsburger schließlich ihren Goalie vom Eis nahmen, machte Dane Fox mit seinem Schuss ins verwaiste Gehäuse alles klar: 4:2 für unsere Eislöwen!

Siege in der Vorbereitung sollte man bekanntlich niemals überbewerten. Dennoch war es am Ende ein verdienter Erfolg unserer Mannschaft, die sich auch von einem 0:2-Rückstand nicht entmutigen ließ und mit einer starken Reaktion zurück in die Partie fand.

Insgesamt lässt sich auf diesem Turnierwochenende definitiv aufbauen. Gegen Liberec zeigte unsere Mannschaft über weite Strecken gute Ansätze, gegen Wolfsburg folgte nach dem Rückstand die passende Antwort. Natürlich gibt es bis zum Saisonstart noch einiges zu verbessern – doch die Richtung stimmt.

Am kommenden Wochenende warten mit den Füchsen und Kassel erstmals zwei Konkurrenten aus der DEL2 auf unsere Mannschaft. Damit geht die Vorbereitung in die nächste interessante Phase.

Den Sachsenlotto Cup 2026 sicherte sich übrigens am Sonntagabend Liberec. Die Weißen Tiger setzten sich im Finale mit 2:1 gegen die Iserlohn Roosters durch und krönten damit ein erfolgreiches Wochenende in Dresden.

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