Bei bestem Sommerwetter verwandelte sich die Kleingartenanlage Gustav Wenzel in eine Mischung aus Fanlager, Spielarena und Biergarten. Fast 30 Grad, strahlender Sonnenschein, kalte Getränke und jede Menge gute Laune – viel mehr braucht es manchmal einfach nicht. Doch wer glaubt, dass wir uns nur um Grill und Zapfanlage versammeln, der kennt diesen Haufen schlecht. Denn neben Fachsimpeleien, lockeren Sprüchen und der obligatorischen Getränkeversorgung durfte diesmal auch der sportliche Ehrgeiz nicht fehlen.
Fanclub-Kassenwart Toni brachte die Idee eines Wikingerschachturniers ins Spiel. Wikingerschach? Bei einigen sorgte der Begriff zunächst eher für fragende Gesichter als für Begeisterungsstürme. Doch wie so oft zeigte sich: Einfach machen! Und so standen pünktlich um 10 Uhr drei Zweierteams auf der frisch präparierten Vereinswiese bereit. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Rogi, der das Geläuf perfekt vorbereitet hatte.
Die Auslosung versprach sofort Unterhaltung pur: Schänni und die Line gingen als starkes Frauenteam ins Rennen, Toni und der Lange bildeten das „Vorstandsteam“ und LL aus L durfte – oder musste – gemeinsam mit dem Vorsitzenden antreten. Schon in der Vorrunde wurde schnell klar, dass hier niemand etwas zu verschenken hatte. Die Frauen starteten furios mit einem Sieg ins Turnier, ehe Toni und der Lange plötzlich zur absoluten Siegmaschine wurden und fünf Spiele in Serie gewannen. Das Finale schien für das Vorstandsteam früh gebucht.
Während den Frauen gegen Ende der Vorrunde etwas die Kräfte ausgingen, schlichen sich LL aus L und Wocki irgendwie, irgendwie aber eben doch verdient auf Rang zwei. Vielleicht war es auch einfach die berühmte Taktik des guten Pferdes, das nur so hoch springt, wie es eben muss.
Pünktlich zur Mittagsruhe im Gartenverein war die Vorrunde beendet – Zeit für das, was wir ebenfalls ziemlich gut können: Grill anschmeißen, Getränke zapfen und gemeinsam eine richtig gute Zeit verbringen. Zwischen Bratwurst, Bier und Eishockey-Gesprächen genoss man das fantastische Wetter und die besondere Atmosphäre dieses Tages.
Doch das große Finale wartete noch.
Um 14 Uhr begann die Endspielserie zwischen Toni/Lange und LL aus L/Wocki – und plötzlich war das vermeintliche Außenseiterteam hellwach. Die ersten beiden Spiele gingen direkt an LL aus L und Wocki, der Favorit stand früh unter Druck. Zwar kämpfte sich das Vorstandsteam mit einem Sieg zurück in die Serie, doch jetzt lief die Maschine beim Gegner auf Hochtouren. Mit cleveren Würfen, starken Nerven und dem perfekten Timing stellten LL aus L und Wocki auf 3:1.
Besonders Spiel fünf hatte alles, was ein großes Finale braucht. Beide Teams hatten bereits sämtliche Holzklötze abgeräumt, nur noch der König stand. Spannung pur auf der Vereinswiese. Noch einmal schlugen Toni und der Lange zurück und verkürzten die Serie. Doch in Spiel sechs machten LL aus L und Wocki endgültig den Deckel drauf und sicherten sich unter großem Jubel den Turniersieg.
Und wieder einmal bestätigte sich eine alte Weisheit: Ein gutes Pferd springt eben nur so hoch, wie es muss.
Doch natürlich war nach dem Finale noch lange nicht Schluss. Es wurde weitergespielt, gelacht und gefeiert. Verschiedene Einzel- und Teamspiele sorgten für Unterhaltung, Rogi brachte mit dem Gartenschlauch die dringend benötigte Abkühlung und selbst ein paar Regentropfen am Abend konnten der Stimmung nichts mehr anhaben.
Gegen 19 Uhr endete ein Tag, der wieder einmal gezeigt hat, was unseren Fanclub ausmacht: Gemeinschaft, Freundschaft, Zusammenhalt und einfach eine verdammt gute Zeit miteinander. Genau deshalb sind diese Frühshoppen mittlerweile mehr als nur Treffen – sie sind ein Stück Zuhause geworden.
Ein riesiges Dankeschön geht an den Gartenverein Gustav Wenzel für die Nutzung der Vereinswiese und natürlich an alle, die dabei waren. Und ja – unsere Getränkebestände haben erneut schwer gelitten. Genau so muss das wohl sein.
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