Beide sind in einer Phase eingestiegen, in der das Schiff schon ordentlich Schlagseite hatte. Sie haben übernommen, als andere wohl gezögert hätten – und sich mit allem, was sie hatten, gegen den drohenden Abstieg gestemmt. Dass dieses Unterfangen am Ende mehr Himmelfahrtskommando als Mission Klassenerhalt war, wissen wir alle. Umso mehr gilt: Danke für euren Einsatz, Männer. Ihr habt euch nichts vorzuwerfen.
Doch im Eishockey – und ganz besonders bei uns im Rudel – geht der Blick immer nach vorn. Und dieser Blick hat jetzt einen neuen Fixpunkt: Bohuslav „Bo“ Subr.
Die Eislöwen haben nicht lange gezögert und nur kurze Zeit später ihren neuen Chef an der Bande präsentiert – und das auf eine ziemlich charmante Art: bei einer Stadtrundfahrt durch unser schönes Dresden. Besser kann man eigentlich nicht im neuen Zuhause ankommen.
Bo bringt nicht nur frischen Wind, sondern auch ordentlich Erfahrung mit an die Elbe. Als Spieler hat er halb Europa und Nordamerika gesehen, als Trainer hat er sich längst einen Namen gemacht. Drei Titel in Folge mit Tilburg, Aufstieg in die DEL mit Frankfurt, Finalserien mit Kassel und Ravensburg – der Mann weiß, wie Erfolg geht. Und vor allem: wie man Teams formt, die in den entscheidenden Momenten liefern.
Besonders in Erinnerung geblieben ist uns natürlich das letzte Duell: die packende Finalserie gegen Ravensburg. Damals noch als Gegner hinter der Bande – jetzt einer von uns. Die Seiten sind gewechselt. Und irgendwie fühlt sich das ziemlich gut an.
Auch Bo selbst scheint richtig Bock auf Dresden zu haben. Er spricht von der Energie am Standort, von den Fans, von dem Potenzial dieses Clubs. Worte, die man gerne hört – aber vor allem solche, die Hoffnung machen. Denn genau darum geht es jetzt: eine neue Mannschaft, eine neue Identität, ein neuer Spirit.
Wir als Fans wissen, was hier möglich ist, wenn es zusammenpasst. Wenn Team, Trainer und Ränge an einem Strang ziehen, dann kann aus dieser Halle ein echtes Bollwerk werden.
Klar ist aber auch: Die Arbeit hat gerade erst begonnen. Das Trainerteam ist noch nicht komplett, wichtige Positionen sind noch offen. Doch der erste, vielleicht wichtigste Baustein sitzt.
Jetzt heißt es: Ärmel hochkrempeln, Mannschaft formen – und gemeinsam angreifen. Wir sind bereit.

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