Freitag, 27. März 2026

Abschied mit Herz – Eislöwen sagen Danke

Wenn sich heute ab 17:00 Uhr die Türen zur Saisonabschlussveranstaltung öffnen, wird es nicht nur ein Abend des Rückblicks – sondern vor allem ein Abend der Emotionen. Die Dresdner Eislöwen verabschieden sich von Spielern, die das Team geprägt, getragen und mit Leben gefüllt haben.


Besonders schwer wiegen die Abschiede von Niklas Postel und Matthias Pischoff. Zwei Namen, die in den vergangenen Jahren zu Synonymen für Einsatz, Identität und Leidenschaft geworden sind. Postel, der in 203 Spielen für die Eislöwen auflief, war mehr als nur ein Spieler – er war Kapitän, Führungsspieler, Gesicht der Mannschaft. Mit 21 Toren und 47 Assists führte er das Team nicht nur statistisch, sondern vor allem emotional. Einer, der voranging, wenn es darauf ankam.

Pischoff hingegen verkörperte den unermüdlichen Arbeiter. Seit seiner Ankunft zur Saison 2023/24 brachte er mit seiner physischen Spielweise genau das aufs Eis, was Fans lieben: Einsatz bis zur letzten Sekunde. 132 Spiele, unzählige Checks – und ein Herz, das immer für Blau-Weiß schlug.

Dass sich die Wege nun trennen, schmerzt. Auch, weil beide Teil der Meistermannschaft waren – eines Kapitels, das für immer bleibt.

Doch die Liste der Abgänge endet hier nicht. Mit Rourke Chartier, Lance Bouma und Trevor Parkes verlassen weitere Spieler den Club, die jeder auf seine Weise Akzente gesetzt haben.

Chartier brachte frischen Offensivwind, Bouma überzeugte mit NHL-Erfahrung und Führungsstärke, und Parkes war ein verlässlicher Scorer. Spieler, die vielleicht nur eine Saison da waren – aber dennoch Spuren hinterlassen haben.

Auch in der Defensive heißt es Abschied nehmen: Alec McCrea, Emil Johansson und Justin Braun werden künftig nicht mehr das Eislöwen-Trikot tragen. Gerade McCreas Tor beim DEL WINTER GAME wird vielen Fans unvergessen bleiben – ein Moment für die Ewigkeit.

Johansson, ruhig und abgeklärt, Braun mit internationaler Erfahrung – sie alle haben Stabilität gebracht, wenn sie gebraucht wurde.

Im Tor verabschieden sich die Eislöwen ebenfalls von mehreren Gesichtern: Paul und Clemens Stocker sowie Jussi Olkinuora. Während die Stocker-Brüder vor allem im Nachwuchs und perspektivisch wichtig waren, bleibt Olkinuora als großer Name in Erinnerung. Olympiasieger, Weltmeister – und in Dresden Teil eines starken Goalie-Duos. 25 Spiele, viele wichtige Paraden und ein sicherer Rückhalt in entscheidenden Phasen.

Solche Abende sind nie leicht. Sie zeigen, dass Eishockey mehr ist als Tore und Tabellen – es geht um Menschen, Geschichten und gemeinsame Erinnerungen.

Heute Abend wird nicht nur „Auf Wiedersehen“ gesagt – sondern vor allem: Danke für alles.

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