Die Tigers legten von Beginn an ein hohes Tempo vor und prüften Schwendener gleich mehrfach, doch unser Goalie war zunächst hellwach. In der 4. Minute war aber auch er machtlos: Justin Scott brachte die Hausherren früh in Führung. Die Antwort der Eislöwen ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nach einer Strafe gegen Straubing scheiterte zunächst Rourke Chartier an Tigers-Goalie Bugl, doch Lance Bouma stand goldrichtig und staubte in der 7. Minute zum 1:1 ab – ein Treffer, der auch den Dresdner Fanblock kurzzeitig zum Beben brachte.
Das Spiel blieb intensiv, aber Straubing zeigte sich eiskalt vor dem Tor. In der 15. Minute nutzte Stefan Loibl einen Nachschuss zur erneuten Führung. Wenig später bot sich Dresden im Powerplay die Chance zum Ausgleich, doch diese blieb ungenutzt. Und wie so oft im Eishockey folgte die Quittung: Direkt mit der Pausensirene erhöhte Nicolas Beaudin auf 3:1 für die Tigers – ein bitterer Moment.
Das Mitteldrittel entwickelte sich dann zum echten Kraftakt. Binnen Sekunden kassierten die Eislöwen zwei Strafen, und Straubing nutzte die doppelte Überzahl gnadenlos aus. Marcel Brandt (24.) und erneut Loibl (25.) schraubten das Ergebnis auf 5:1. Ein Nackenschlag, der zu einem Torhüterwechsel führte: Jussi Olkinuora übernahm für Schwendener.
Doch wer dachte, die Eislöwen würden sich nun ergeben, kennt diese Mannschaft schlecht. Wieder war es ein Powerplay, das Hoffnung brachte. Nach einer weiteren Strafe gegen die Tigers traf erneut Lance Bouma in der 30. Minute und verkürzte auf 5:2. Dresden blieb dran, musste kurz vor Drittelende aber erneut in Unterzahl ran – weitere Tore fielen bis zur Pause nicht.
Im Schlussabschnitt zeigten die Eislöwen dann genau das, was Fans an ihnen lieben: Moral, Wille und Kampfgeist. Zunächst wurde die Unterzahl überstanden, dann war es Dane Fox, der in der 46. Minute auf 5:3 verkürzte. Plötzlich war wieder alles möglich. Bouma hatte sogar die große Chance auf den Anschluss, doch der Puck wollte nicht mehr ins Tor.
Die Eislöwen warfen in den letzten Minuten alles nach vorne, Olkinuora parierte auf der Gegenseite stark und hielt Dresden im Spiel. Knapp zwei Minuten vor Schluss ging der Finne zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis, Trainer Gerry Fleming nahm die Auszeit – alles auf eine Karte. Der Ausgleich lag in der Luft, eine umstrittene Szene wurde noch per Videobeweis überprüft, doch die Schiedsrichter blieben bei ihrer Entscheidung: kein Tor.
Am Ende stand eine 3:5-Niederlage auf der Anzeigetafel. Eine Niederlage, die wehtut, aber auch zeigt, dass diese Mannschaft selbst nach schweren Rückschlägen nicht aufsteckt. Kurz vor Weihnachten gab es keine Punkte im Gepäck – dafür aber den Beweis, dass die Eislöwen immer kämpfen. Und genau das macht Hoffnung für alles, was noch kommt.
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