Damit wären wir wohl auch gleich bei der bittersten Stunde der jüngeren Eislöwen-Vergangenheit. Unsere Eislöwen wurden in der Saison 2006/07 in der zweiten Hälfte der Hauptrunde vom dritten Platz auf den elften Rang durchgereicht. Am Ende fehlten zwei Punkte für den direkten Klassenerhalt. Damals wurden noch zwei Absteiger ausgespielt, somit spielten die letzten vier Teams eine einzige Playdown-Runde aus. Unsere Eislöwen trafen damals auf die Lausitzer Füchse, die satte 44 Punkte weniger auf ihrem Konto hatten. Das Ende brannte sich in unser Gedächtnis ein: Trotz 1:0-Führung in der Serie drehte der Rivale die Serie und entschied diese letztlich mit 4:2 für sich. Am 27. März 2007 besiegelte eine 1:3-Niederlage in der Lausitz den Abstieg in die Oberliga.
Vier Jahre später war der Verlauf der Hauptrunde ähnlich. Unsere Cracks starteten gut in die Saison, gewannen spätestens ab der Vorweihnachtzeit allerdings nur noch vereinzelt Spiele und wurden bis an das Tabellenende durchgereicht. Es folgte eine einmonatige Abstiegsrunde, in der die fünf letzten Teams der Tabelle eine Doppelrunde ausspielten. Unsere Eislöwen rissen das Ruder rum, gewannen fünf von acht Spielen und beendeten die Abstiegsrunde vor Bietigheim, Crimmitschau, Riessersee und Bremerhaven auf Platz eins. Letztlich musste aber auch der Letzte aus Bremerhaven nicht absteigen, weil es keinen Aufsteiger aus der Oberliga gab.
2009 (Insolvenz Bad Tölz), 2013 (Insolvenz Hannover Indians) und 2021 (wegen Corona) hätten unsere Eislöwen zwar in den Playdowns antreten müssen, die Serien wurden aber jeweils wegen genannten Gründen nicht ausgetragen. Damit hatten unsere Cracks dennoch den Klassenerhalt sicher.
Somit hat unser Standort bisher zweimal eine Abstiegsrunde bestritten und diese je einmal als Verlierer bzw. Sieger verlassen. Wir hoffen auf einen positiven Ausgang für unseren Farben. Der Klassenerhalt ist nicht nur für die Profis von Bedeutung, sondern für den gesamten Standort mit seiner top Nachwuchsarbeit von existenzieller Bedeutung. Die Arbeit der letzte Jahre würde mit dieser katastrophalen Saison zunichte gemacht. Über das Ausmaß dieses Szenarios möchten wir gar nicht zu sehr nachdenken. Es würde uns aber wohl an bestimmte Grenzen bringen.

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