Unsere Eislöwen haben am Abend zwei Punkte gegen die Pinguine aus Krefeld in letzter Sekunde verschenkt. Und so ist man, anstatt Neunter, weiterhin nur Elfter - mit aktuell einem Punkt Rückstand auf Rosenheim.
Zum Dienstagabend kamen sehr gute 3.303 Zuschauer in die Eissporthalle. Diese bekamen zunächst aber wenig erbauliches geboten. Beide Teams wirkten gehemmt, produzierten einige Fehler im eigenen Spiel. Zunächst waren unsere Cracks besser im Spiel, zum Ende des ersten Drittels waren es die Gäste. Letztlich gab es auf beiden Seiten zu viele Stockfehler. So ging es torlos in das zweite Drittel.
Auch hier ging es aufgrund einfacher Puckverluste weiter hin und her. Unsere Eislöwen versprühten kaum Gefahr, auch den Gästen fiel im Vorwärtsgang wenig ein. Ein erneuter Puckverlust im Vorwärtsgang leitete dann den Rückstand ein. Kevin Niedenz verzögert clever und vollendete ins lange Eck. Das 0:1 kurz vor dem zweiten Pausentee wirkte wie die Vorentscheidung im Spiel - zu verkrampft wirkten unsere Cracks.
Das Blatt sollte sich aber im Schlussabschnitt wenden. Gleich in der Anfangsphase zog Vincent Hessler von der blauen Linie ab. Tomas Sykora fälschte das Spielgerät zum 1:1-Ausgleich in die Maschen ab. Dieser Treffer tat natürlich dem Eislöwen-Spiel gut. Die Aktionen wurden nun flüssiger und man entwickelte mehr Druck nach vorn. In Überzahl gelang dann sogar der 2:1-Führungstreffer durch David Rundqvist. Dieser Spielstand hatte folglich lange Bestand, weil unsere Cracks leidenschaftlich verteidigten und viele Schüsse blockten. Mitunter suchte man den Weg zur Vorentscheidung. Das 3:1 wären dann tatsächlich fast gefallen. Nach einem Versuch von Sykora trudelte der Puck vom Rücken des Krefelder Goalies direkt vor die Torlinie. Letztlich konnten die Gäste aber klären. Auf der anderen Seite bekam Matt Marcinew kurz vor Schluss zu viel Platz geboten. Die bittere Konsequenz: Das 2:2 der Pinguine.
In der folgenden Overtime hatten unsere Cracks fast ausschließlich den Puck, schafften aber kaum einen gefährlichen Abschluss. Dafür fiel auf der anderen Seite fast der Siegtreffer, aber Weiß setze den Puck neben das Gehäuse. So musste im Penaltyschießen ein Sieger gefunden werden. Da weder Turnbull, noch Karlsson oder Rundqvist trafen, reichte den Gästen der eine erfolgreiche Versuch von Marcinew zur Sicherung des Zusatzpunktes aus.
Am Ende ein bitterer Punktverlust für unsere Mannschaft, die nach dem Rückstand eine tolle Antwort lieferte. In der Tabelle bleibt der 11. Platz. Der Rückstand auf Rosenheim beträgt einen Punkt. Man trägt aber die Hypothek des mehr absolvierten Spiels weiter mit sich herum. So helfen in den letzten Spielen nun wirklich nur noch Siege nach 60 Minuten weiter.
Die Statistik zum Spiel:
Dresdner Eislöwen - Krefeld Pinguine 2:3 SO (0:0, 0:1, 2:1 / 0:1)
Torfolge: 0:1 Kevin Niedenz (38:11), 1:1 Tomas Sykora (41:27), 2:1 David Rundqvist (46:44/PP1), 2:2 Matt Marcinew (58:35), 2:3 Matt Marcinew (65:00/GWS)
Strafen: 4 / 8 Minuten
Zuschauer: 3.303 in der Joynext Arena

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