Der Abend wie das Spiel brauchten eine gewisse Anlaufzeit. Pünktlich 16:23 Uhr setzten wir uns direkt aus dem Büro kommend in Görlitz in den Zug nach Dresden. Hier waren wir noch frohen Mutes. Geschlagene zwei Stunden später und immer noch im Zug sitzend hatte man dann schon das Gefühl nicht rechtzeitig in der Halle zu sein. Diese erreichten wir dann knapp vor 19 Uhr und hatten noch eine weiteren Punkt abzuarbeiten: Die Übergabe unserer nagelneuen Fahne die künftig in der Eishalle vom Oberrang prangen wird. Vielen Dank nochmal an hentmade design für die Umsetzung.
Kommen wir nun aber zum sportlichen. Die Eislöwen kamen ordentlich in das Spiel und hatten im ersten Abschnitt auch einige Schusschancen. Manchmal agierte unser Team aber überhastet, oder zögerte wiederum zu lange. Rosenheim auf Defensive bedacht, kam vor allem bei Fehlern unserer Eislöwen zu eigenen Chancen. Torlos ging es in die erste Pause.
Eislöwen-Goalie Pascal Seidel machte an diesem Abend seinen Job als Schwendi-Ersatz gut. Da muss uns wirklich nicht bange werden. Der junge hat Potenzial und gegen Rosenheim auch so manchen Schuss entschärft. Das es dann trotzdem 0:1 für die Gäste stand war wiederum einen eigenen Aussetzer zu verdanken. Hinter dem Tor spielte man den Puck den Rosenheimern auf die Kelle. Dennoch waren unsere Cracks um eine schnelle Antwort bemüht, wie so oft fehlte aber im Abschluss die letzte Überzeugung.
So musste der letzte Abschnitt für die Wende herhalten. Doch zunächst sorgte ein Puckverlust an der eigenen blauen Linie für das 0:2 der Gäste. Reid Duke nahm das Geschenk dankend an und vollendete clever. Unsere Mannschaft brach unter der Last des Rückstandes und einer unruhigen Halle aber nicht zusammen und raffte sich wie die Nordkurve nochmals auf. Vier Minuten nach dem 0:2 erzwang Niklas Postel das Glück und drosch die Scheibe zum Anschluss in die Maschen. Unsere Mannschaft forcierte nun weiter das Tempo und lief die Gäste förmlich müde. In Überzahl war es dann letztlich Dani Bindels der die Scheibe in das leere Tor zum 2:2-Ausgleich schob. Angestachelt von der Fankurve waren die Eislöwen dann noch drauf und dran die Partie in 60 Minuten zu entscheiden. Letztlich fiel die Entscheidung nach einer Minute in der Overtime. Johan Porsberger traf humorlos wie abgezockt und zum nicht unverdienten 3:2-Heimsieg.
Alles in allem ein wichtiger Sieg zum Auftakt in die neue Serie. Nichts was uns in Euphorie verfallen lässt, aber dennoch ganz wichtig für Kopf und Gemüt der Mannschaft. Außerdem imponierte das Comeback nach 0:2-Rückstand. Darauf lässt sich jetzt aufbauen.
Die Statistik zum Spiel:
Dresdner Eislöwen - Starbulls Rosenheim 3:2 OT (0:0, 0:1, 2:1 / 1:0)
Torfolge: 0:1 Sebastian Streu (29:26), 0:2 Reid Duke (43:05), 1:2 Niklas Postel (47:09), 2:2 Dani Bindels (56:14/PP1), 3:2 Johan Porsberger (61:07)
Strafen: 2 / 8 Minuten
Zuschauer: 2.481 in der Joynext Arena

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