Sonntag, 17. September 2023

Eislöwen schnuppern lange am Coup!

Was für eine Schlacht! Bis 15 Sekunden vor dem Ende haben unsere Eislöwen die drei Punkte beim EC Bad Nauheim in der Hand, lassen sich zwei aber noch aus der Hand reißen. Chapeau, unsere Mannschaft hat mit ganz viel Herz, Spirit und Leidenschaft gespielt. Zum ganz großen Coup reichte es am Ende nicht. 

Im Nebel von Bad Nauheim entwickelte sich von Beginn an ein temporeiches und intensives Spiel. Unsere Cracks waren guten im Spiel boten dem amtierenden Vizemeister die Stirn. Tom Knobloch war es, der uns vor dem Bildschirm und die etwa 30 Eislöwen-Fans in der Halle zum jubeln brachte. Knappe neun Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt. Und durchaus hätten die Eislöwen nach dem ersten Drittel noch deutlicher führen können, aber einige gute Abschlüsse brachten nicht den erwünschten Erfolg. Auf der anderen Seite wurden die Hausherren vor allem gefährlich, wenn unsere Mannschaft einen Fehler machte. 

14 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt als die Halle ganz still wurde. Adam Kiedewicz nahm es mit mehreren Nauheimern auf, behauptete sich und schloss zum 0:2 ab. Ganz geile Sache. Jetzt diktierte Dresden das Geschehen und hätte in dieser Phase das dritte Tor machen müssen. Das fiel aber nicht. Auf der anderen Seite sorgte eine Einzelaktion von Coffmann für den Anschlusstreffer. Die Eislöwen blieben aber hellwach und hatten vorn Koziol, der den alten Abstand wieder herausschießen konnte: 3:1!. Dabei blieb es aber nicht. Etwas aus dem Nichts kamen die Gastgeber noch vor der zweiten Sirene wieder heran. Fischer traf bei angezeigter Strafe zum 2:3. 

Der letzte Abschnitt begann mit Unterzahl Eislöwen. Unsere Cracks verteidigten leidenschaftlich, sahen sich aber immer mehr dem Druck der Hausherren ausgesetzt. Bad Nauheim gab sich nicht geschlagen und nahm 150 Sekunden vor dem Ende den Goalie. Pascal Seidel machte zwischen den Pfosten einen großartigen Job und fast hätte es gereicht, doch 15 Sekunden vor dem Ende wurde das Feuer der Nauheimer zu heiß. Vause traf im nachsetzen zum 3:3. 

Die Overtime begann zunächst ausgeglichen, dann war es aber ein Angriff der Gastgeber, den wiederum Vause effizient abschloss. Schade. Unsere Mannschaft hat sich auf jeden Fall den einen Punkt redlich verdient. Am Ende war der Druck der Gastgeber aber einfach zu groß. Unsere Eislöwen haben lange dagegen gehalten, waren letztlich aber machtlos. Dennoch macht dieser Auftritt Mut für die kommenden Aufgaben, auch wenn das Bullyspiel auf jeden Fall noch verbessert werden muss. 

Die Statistik zum Spiel:

EC Bad Nauheim - Dresdner Eislöwen 4:3 OT (0:1, 2:2, 1:0 / 1:0) 

Torfolge: 0:1 Tom Knobloch (08:51), 0:2 Adam Kiedewicz (20:14), 1:2 Tim Coffmann (28:45), 1:3 Lukas Koziol (31:01), 2:3 Christopher Fischer (39:32), 3:3 Taylor Vause (59:45/EA), 4:3 Taylor Vause (61:14)

Strafen: 4 / 4 Minuten

Zuschauer: 2.423 im Colonel-Knight-Stadion 

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