Dank eines 9:3-Kantersiegs stürmten die Vegas Golden Knights in Spiel fünf der Finalserie gegen die Florida Panthers zum Gewinn des Stanley Cups 2022/23.
Nach der Niederlage in Spiel vier im heimischen Sunrise stand Florida durch den Serienstand von 1:3 enorm unter Druck - und musste zu allem Überfluss auch noch auf Topscorer Matthew Tkachuk verzichten, der aufgrund einer schweren Verletzung (Bruch des Brustbeins), die er sich in Spiel drei der Serie zugezogen hatte, nicht mehr mitwirken. Dennoch starteten die Panthers mit dem Mute der Verzweiflung und hatten zunächst die besseren Chancen. Ausgerechnet in Überzahl der Gäste machte sich die abwartende Taktik der Knights, auf blitzschnelle Breaks zu setzen, dann aber bezahlt: Vegas-Kapitän Mark Stone verzögerte bei einer Zwei-auf-Eins-Situation extrem clever und überwand den Panthers-Goalie schließlich aus kurzer Distanz (12.). Keine zwei Minuten später kam es sogar noch besser für Vegas: Nach einem weiteren Konter wurde es im Torraum von Sergei Bobrovsky turbulent, der russische Goalie stoppte den Puck auf ebenso unkonventionelle wie strittige Weise - mit auf dem Eis liegenden Schläger - eher er versuchte, die Scheibe zu sichern. Doch im Nachstochern besorgte der aufgerückte Abwehrspieler Nicolas Hague das 2:0 (14.). Trotz ausgeglichener Spielanteile im ersten Drittel hatte sich die Ausgangsposition für Florida so deutlich verschlechtert. Dennoch: Wie schon zu Spielbeginn kamen die Panthers im zweiten Drittel mit Elan aus der Kabine und erzielten in der 23. Minute auch den Anschlusstreffer. Aaron Ekblad schlenzte den Puck von der blauen Linie unter die Querlatte, Vegas-Goalie Aaron Hill war beim Schuss des Verteidigers die Sicht verdeckt. Wer nun allerdings mit einem Sturmlauf Floridas auf den Ausgleich rechnete, sah sich indes schwer getäuscht. Die Knights schnürten die Gäste in der Folge dauerhaft im eigenen Drittel ein - und belohnten sich ab der 30. Minuten beinahe im Zwei-Minuten-Takt: Erst traf der wunderbar freigespielte Alec Martinez zum 3:1 (31.), keine zwei Minuten später legte Reilly Smith das 4:1 nach (33.). Noch vor Drittelende stellten Stone mit seinem Treffer (38.) und Michael Amadio zwei Sekunden vor Ende des Mittelabschniss sogar auf 6:1. Die Fans der Golden Knights skandierten längst den NHL-Evergreen "We want the Cup!" Im Schlussdrittel war die Luft aufgrund des klaren Zwischenstandes ein wenig raus. Ivan Barbashev und Sam Reinhart (beide 49.) sowie Sam Bennett (52.) sorgten mit ihren Treffern nur noch für Ergebniskosmetik. Früh nahm der Panthers-Coach dann den Goalie für einen sechsten Feldspieler vom Eis - und so markierte Stone ins leere Tor auch noch sein Tor zum Hattrick. Den 9:3-Endstand besorgte schließlich Nicolas Roy 62 Sekunden vor der Schlusssirene.
Im erst sechsten Jahr ihrer Existenz in der NHL gewannen die Golden Knights damit erstmals den Stanley Cup.

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