Dienstag, 15. November 2022

Winterzeit ist Hockeyzeit: Auf ins zweite Hauptrunden-Drittel!

Die Deutschland-Cup-Pause endet am heutigen Abend. Während unsere Eislöwen den Luxus genießen und nochmal verschnaufen können, muss der Rest der Liga wieder ran. Ihr Heimspiel gegen den Tabellenführer Kaufbeuren hatten die Cracks von Andreas Brockmann bereits am 4. Oktober mit 2:1 in der Overtime gewonnen. 

Wir gehen zudem mit großen Schritten auf die Weihnachtszeit zu. Im Eishockey bedeutet das meistens einen Spiele-Marathon. In Zahlen heißt das, dass die Eislöwen bis zum Jahresende noch 16 Spiele, neun davon daheim, vor der Brust haben. Jeden dritten Tag Eishockey - oh du süße Eishockeyzeit! 

Und dabei ist die DEL2 so spannend und ausgeglichen wie lange nicht. An der Spitze zeigten sich Kaufbeuren (41 Punkte) und die Huskies aus Kassel (39 Punkte) bisher am konstantesten. Beide Teams konnten sich schon ein kleines Polster herausarbeiten, denn danach klafft bereits ein Löchlein. Absteiger Krefeld rangiert mit 31 Zählern auf dem dritten Platz. Dahinter wird es richtig eng. Ravensburg, Bad Nauheim (beide 30 Punkte) und Landshut (28 Punkte) komplettieren die Top-6. 

In jene Top-6 hätten auch unsere Eislöwen vordringen können, doch im letzten Spiel vor der Pause sprang zu Hause gegen Bad Nauheim nur ein Punkt bei der 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen heraus. So grüßen unsere Eislöwen aktuell mit 26 Punkten vom achten Tabellenplatz. Der Blick in den Rückspiegel verrät, dass mit Freiburg, WSW und Crimmitschau drei Teams den Eislöwen dicht auf den Fersen sind. Selb und Heilbronn kämpfen momentan um den Anschluss, während man in Bayreuth (7 Punkte) aktuell nur die Rücklichter sieht. 

18 Spiele haben unsere Eislöwen bereits absolviert, weisen dabei eine negative Bilanz aus acht Siegen und zehn Niederlagen auf. Auch das Torverhältnis ist mit 46:52 negativ, wobei hier auch das ominöse 1:9 aus Ravensburg deutlich zu Buche schlägt. So kommt man auf die bereits erwähnten 26 Punkte. Zum Vergleich: In der Vorsaison hatte man an der Elbe bereits 35 Punkte nach 18 Spielen bei einer Bilanz von 11-7 gesammelt. Das Torverhältnis war mit 64:51 deutlich besser. Lag man mit diesen Werten in der Saison 2021/22 noch auf Platz vier, würde es aktuell mit dieser Ausbeute gar für den dritten Rang reichen. Was fällt ansonsten auf? Die Anzahl der Gegentreffer ist mit 51 und 52 nahezu identisch, obwohl man eben allein in Ravensburg heuer neun Stück kassieren musste. Das größte Manko offenbart sofort die Anzahl der selbst erzielten Treffer. So hat man im Vergleich aktuell ganze 18 Tore weniger auf dem Konto. 

Sechs der zehn verlorenen Spiele haben die Eislöwen nur mit einem Treffer-Unterschied verloren, vier davon wiederum erst nach Overtime oder Penaltyschießen. Die Chancenverwertung war bisher ein Knackpunkt in dieser Saison. In fast jedem Spiel vergaben unsere Cracks beste Möglichkeiten oder hatten eben das berüchtigte Spielglück nicht. Dazu sind Über- und Unterzahl bisher praktisch kein Faktor. Für die Eislöwen ist als Team noch Luft nach oben. Mitunter zeigten die Brockmänner bereits, wie viel Talent in ihnen steckt. Das 2:1 gegen Krefeld war wohl das beste Eishockeyspiel der letzten Jahre in Dresden. Und doch ist noch nicht alles perfekt. Die Mannschaft muss noch in einen richtigen Flow kommen. Zwei Derbys in den ersten drei Spielen nach der Pause könnten dabei hilfreich sein, oder zum Scharfrichter werden. Holt man sich nicht das nötige Selbstvertrauen kann es ganz schnell in die andere Richtung gehen. Demnach stehen unsere Eislöwen schon so etwas wie am Scheideweg der Saison. 

Druck ist da, aber im Sport eigentlich immer. Damit müssen die Cracks nun besser umgehen und den nächsten Schritt machen. Wir sind gespannt, am Freitag geht es dann mit dem Derby gegen Crimmitschau in die erste heiße Zwischenphase der Saison. Auf gehts! 

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