Mittwoch, 23. November 2022

Ein gruseliger Dienstagabend

Ich bin ehrlich: Viel hatte ich mir nach dem Spiel in Selb vom Heimspiel gegen die Pinguine aus Krefeld nicht erhofft. Das man dann aber trotzdem noch enttäuscht werden kann, hätte ich vorab nicht erwartet. Das letzte Aufeinandertreffen anno Oktober 2022 war noch bei mir im Kopf präsent. Nun frage ich mich aber, ob am Dienstag zwei völlig andere Mannschaften gegeneinander gespielt haben. Dienstagsspiele sind ohnehin nicht der Knaller. In der Halle entsprechend bei exakt 1.414 Zuschauern eher Stimmung wie auf einer Beerdigung, trugen die Aktiven auf dem Eis nicht zu Jubelstürmen bei. Es standen sich zwei absolut schwache Teams gegenüber, von denen unsere Eislöwen noch die schwächere war. Zwei frühe Gegentreffer entschieden das Spiel gefühlt nach sechs Minuten. Johan Porsberger sorgte für Hoffnung, doch noch vor der ersten Drittelpause stellte Krefeld, ohne sich ein Bein dabei auszureißen, den alten Abstand her. Im weiteren Spielverlauf daddelte das Spiel so vor sich hin. Die Eislöwen bemüht, Krefeld nur noch im Energiesparmodus und die Fans wohl schon eingeschlagen. Selbst eine Fünf-Minütige-Überzahl brachte keinen Ertrag für die Eislöwen, wobei man sich selbst mit einer Strafe nach drei Minuten dieser Chance beraubte. Etwas aus dem Nichts fiel dann doch noch der Anschlusstreffer. David Suvanto hatte sich von der blauen Linie ein Herz gefasst. Bitte mehr davon. Das Aufbäumen in der Schlussphase war dann nur noch der berüchtigte Sturm im Wasserglas. Es blieb bei der knappen Niederlage gegen den DEL-Absteiger. Da ist wohl das Ergebnis noch das beste an dem ganzen Abend gewesen. Fragen über Fragen und aktuell keine Antworten. Die muss die Mannschaft schnellstens auf dem Eis zeigen. Die nächsten Aufgaben werden nicht einfacher und schon bald könnte sich endgültig entscheiden, wo der Weg unsere Mannschaft in der Weihnachtszeit hinführen wird. 

Die Statistik zum Spiel:

Dresdner Eislöwen - Krefeld Pinguine 2:3 (1:3, 0:0, 1:0)

Torfolge: 0:1 Zach Magwood (00:24), 0:2 Mike Fischer (06:14), 1:2 Johan Porsberger (07:26), 1:3 Zach Magwood (15:58), 2:3 David Suvanto (54:05)

Strafen: 4 / 7 Minuten + Spieldauer

Zuschauer: 1.414 in der Eissporthalle Dresden

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