Es wurde das erwartet schwere Auswärtsspiel beim Tabellenschlusslicht in Bayreuth. Am Ende konnte der zahlreich mitgereiste Anhang unserer Eislöwen dennoch jubeln. Unsere Cracks sicherten mit dem 6:3-Arbeitssieg drei wichtige Punkte in der Fremde.
Zunächst startete das Spiel nach Plan. Die Eislöwen brachten Energie und Tempo auf das Eis, brachten verunsicherte Tigers ins Wanken und Niklas Postel eröffnete den Torreigen nach knapp fünf Minuten Spielzeit. In der Folge hätten unsere Cracks schon deutlich höher führen müssen, doch Olafr Schmidt hielt die Hausherren in der Partie. Mit dem ersten Powerplay gelang nach schöner Vorarbeit von David Suvanto Tom Knobloch das 2:0. Noch war man aber nicht in der Pause. Bayreuth nutzt seinerseits ebenso das erste Überzahlspiel zum Anschlusstor. Alles offen nach 20 Minuten, wobei die Eislöwen deutlich höher führen mussten.
Im zweiten Abschnitt läuft alles planmäßig. Bayreuth schwimmt, Dresden eiskalt. Erst Vladislav Filin, dann Mike Schmitz - 1:4 nach 27 Minuten und der Partyabend konnte starten. Stopp. Stattdessen regierte plötzlich der Schlendrian. Überzahl Bayreuth, Tor Bayreuth. Scheibenverlust neben dem eigenen Gehäuse, die Tigers dazwischen, Pass, Tor. Plötzlich 3:4 und das Spiel in kürzester Zeit ad-absurdum geführt. Mit Kampfgeist retteten unsere Eislöwen den knappen Vorsprung in die zweite Pause.
Nun wollten die Hausherren den Ausgleich. Es blieb jedoch bei den bloßen Bemühungen im Schlussabschnitt, weil unsere Mannschaft gegenhielt und bei einem der zahlreichen Gegenstöße vier Minuten vor dem Ende endlich erfolgreich waren. An dessen Ende verwertete Ricardo Hendreschke den Puck zum 5:3 in die Maschen. Für unseren Jüngling das erste Tor in der DEL2. Glückwunsch! Bayreuth probierte danach nochmal alles, zog den Goalie und hatte gar nochmal Überzahl. Doch auch beim Sechs-gegen-Vier sollten die Tigers ohne Glück bleiben. Jordan Knackstedt machte den Deckel drauf und sicherte den wichtigen Auswärtssieg. Am Ende hat man die drei Punkte, aber nur 28 Minuten Eishockey gezeigt. Danach wurde es wieder abenteuerlich, aber man hat mit Wille den Vorsprung verteidigt und letztlich noch ausgebaut. Leichte Spiele gibt es nicht. Mit 25 Punkten ist man wieder im Geschäft und mit dem Rückenwind aus zwei Siegen in Folge sollte man am Sonntag Bad Nauheim nochmal kurz vor der internationalen Pause die Stirn bieten können.
Die Statistik zum Spiel:
Bayreuth Tigers - Dresdner Eislöwen 3:6 (1:2, 2:2, 0:2)
Torfolge: 0:1 Niklas Postel (04:52), 0:2 Tom Knobloch (17:38 / PP1), 1:2 Dani Bindels (19:55 / PP1), 1:3 Vladislav Filin (25:29), 1:4 Mike Schmitz (26:49), 2:4 Dani Bindels (30:06 / PP1), 3:4 Travis Ewanyk (30:32), 3:5 Ricardo Hendreschke (55:41), 3:6 Jordan Knackstedt (59:12 / EN SH1)
Strafen: 6 / 8 Minuten
Zuschauer: 1.115 im Städtischen Kunsteisstadion Bayreuth

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