Samstag, 22. Oktober 2022

Willensleistung gegen Krefeld

Was für ein Abend! Was für eine Leistung unserer Mannschaft! Am Ende stand ein verdienter 2:1-Heimsieg nach Overtime gegen die Krefeld Pinguine zu Buche. Doch der Reihe nach. Bei sehr herbstlichen Wetter machten wir uns am Freitag auf den Weg nach Dresden. Kurz nach 18 Uhr erreichten wir die Eishalle, vor der noch nicht allzu viel los war. Eine Handvoll Fans aus Krefeld hatten sich auch auf den Weg gemacht. Nach drei knappen Niederlagen in Folge sollte endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis her. Doch mit Krefeld kam halt auch ein ganz heißes Eisen nach Dresden. 

Glücklicherweise kehrten einige zuletzt angeschlagene Spieler zurück. So boten die Eislöwen nur einen Spieler weniger als die Gäste auf. Mit Beginn des ersten Drittels entwickelte sich ein schnelles Spiel. Jordan Knackstedt hatte nach fünf Minuten die erste dicke Chance auf der Kelle. Sein Abschluss knallte an das Gebälk. Unsere Eislöwen machten mächtig Druck und warfen sich gemeinsam in jeden Puck. Nach knapp zwölf gespielten Minuten sollte es richtig laut werden. Comebacker Jussi Petersen traf sehenswert von der blauen Linie zum 1:0. Krefeld, ausgestattet mit über 6000. DEL-Spielen seiner Akteure, fiel nicht viel ein, wirkte lahm und wenn kamen sie mal per Turn-over zu einer Chance. An diesem Abend spielte aber auch Jonas Neffin eine große Rolle. Kam mal ein Schuss auf sein Gehäuse, war er zur Stelle. 

Das rassige und sehr gute DEL2-Spiel setzte sich auch im zweiten Abschnitt vor. Es war in jedem Fall das beste Spiel der bisherigen Saison. Auf beiden Seiten waren die Goalies sehr gut aufgelegt, sodass es ohne weitere Treffer in den Schlussabschnitt ging. 

Sollte es sich rächen, dass unsere Eislöwen ihre zahlreichen Chancen nicht für weitere Treffer nutzten? Ja, weil beim verdeckten Abschluss von Marcel Müller auch Jonas Neffin mal machtlos war (48.). Doch die Brockmänner hielten weiter dagegen und gaben Krelfeld nicht die Chance zum Comeback. Vielmehr jubelte die Eishalle über den vermeintlichen Treffer zum 2:1 durch Adam Kiedewicz. Die Schiedsrichter gingen zum Videobeweis und ja, es war eine Fehlentscheidung. Das Gespann, was ansonsten perfekt durch die Begegnungen leitete, kam zum Entschluss, dass das Tor mit der Hand erzielt wurde. Wir haben uns die Bilder noch in der Nacht nach dem Spiel mehrmals angeschaut und können bei bestem Willen kein Regelverstoß feststellen. Es wird der einzige Makel an diesem Spiel bleiben. 

So musste wie zuletzt schon in Landshut und Regensburg die Overtime über den Gewinner entscheiden. Und so langsam sollten sich unsere Cracks auch mal für ihre Leistungen belohnen. David Suvanto kreiste um das Tor und nagelte letztlich die kleine Hartgummischeibe in die Maschen. Völlige Ekstase in der Halle und endlich mal eine Overtime für sich entschieden. 

Fazit: Ein starkes Spiel zweier Top-Teams auf Playoff-Niveau. Es ist geil unserer Mannschaft zuzuschauen. Jeder hängt sich für den anderen rein. Es wird bis zum Schluss gekämpft und so ist dieser Heimerfolg gegen den DEL-Absteiger aus Krefeld hochverdient. 


Die Statistik zum Spiel: 

Dresdner Eislöwen - Krefeld Pinguine 2:1 OT (1:0, 0:0, 0:1 / 1:0)

Torfolge: 1:0 Jussi Petersen (11:50), 1:1 Marcel Müller (47:01), 2:1 David Suvanto (61:29)

Strafen: 0 / 2 Minuten

Zuschauer: 2.221 in der Eissporthalle Dresden

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