Dienstag, 18. Oktober 2022

Eishockey Wild West

Die generelle Einschätzung der letzten drei Spiele fällt schwer. Jeweils drei knappe Niederlagen, immerhin zweimal gepunktet und das trotz des aktuell schmalen Kaders. Man kann es drehen und wenden wie man möchte. Es ist aktuell weder Fisch noch Fleisch bei unseren Eislöwen. 

Die letzten beiden Spiele haben geschlaucht. Das Spiel in Regensburg begann trotzdem eigentlich voll nach Plan. Unsere Eislöwen starteten hungrig in das Match und gingen mit ihrem ersten Angriff in Führung. Jordan Knackstedt hat nun wohl Blut geleckt und legte sofort seinen zweiten Saisontreffer nach. Auch in den weiteren Minuten hatten die Brockmänner Spiel und Gegner im Griff. Doch dann wurden die Lücken größer und Regensburg bestrafte eine Dresdner Unterzahl nach wenigen Sekunden mit 1:1-Ausgleich (10.). Als die Gastgeber dann nach einer Viertelstunde plötzlich mit 2:1 führten, war der bisherige Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Simon Karlsson gelang dann immerhin noch der 2:2-Ausgleich. 

Die folgenden beiden Drittel wurden dann Eishockey Wild West. Bei den Eislöwen passte so einiges nicht zusammen. So war dann auch der Schnitzer von Jonas Neffin fast schon folgerichtig. Auf die erneute Regensburger Führung antwortete David Suvanto prompt in Überzahl mit dem 3:3. Das Spiel ging nun hin und her. Beide Teams hatten die Chancen auf weitere Treffer, es sollten aber erstmal keine weiteren fallen. Die Hausherren gingen mit einer Überzahl in das letzte Drittel. Wieder dauerte es nicht lange bis der Puck hinter Neffin in den Maschen lang. Doch wieder fanden die Eislöwen in Person von David Suvanto die passende Antwort: 4:4 und noch jede Menge Zeit auf der Uhr. 

Zunächst überstanden die Eislöwen eine eigene Unterzahl um dann die letzten zwei Minuten des Spiels selbst in Überzahl agieren zu können. Doch wie schon in Landshut verpasste man den Lucky Punch. Stattdessen musste wieder die Overtime herhalten um einen Sieger zu ermitteln. Und wieder jubelte der Gegner. Puh. 

Unsere Mannschaft braucht jetzt Regeneration und die Hoffnung, dass die angeschlagenen Spieler bald wieder vollständig zurückkehren. Freitag kommt der Primus nach Dresden. Das wird abermals ein hartes Brett. Die Hoffnung, dass sich unsere Mannschaft für ihren Einsatz endlich belohnt, ist aber groß. In diesem Sinne, immer weiter! 

Die Statistik zum Spiel:

Eisbären Regensburg - Dresdner Eislöwen 5:4 OT (2:2, 1:1, 1:1 / 1:0) 

Torfolge: 0:1 Jordan Knackstedt (00:38), 1:1 Corey Trivino (10:00 / PP1), 2:1 Tomas Schwamberger (15:09), 2:2 Simon Karlsson (16:34), 3:2 Nikola Gajovsky (25:30), 3:3 David Suvanto (26:26 / PP1), 4:3 Corey Trivino (40:31 / PP1), 4:4 David Suvanto (43:07 / PP1), 5:4 Richard Divis (62:55) 

Strafen: 6 / 8 Minuten

Zuschauer: 2.766 in der Donau Arena 

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