Die Eislöwen können einfach keine Derbys. Mit einer 2:6-Niederlage verabschiedeten sich unsere Cracks am Sonntag aus dem Jahr 2018. Gesamt betrachtet war dieses ein mehr als graues Jahr für die Dresdner Eislöwen und und als Fan. Dem nicht genug, gab es allein 2018 sechs Niederlagen gegen Lausitzer.
Das letzte Spiel des Jahres ist schnell erzählt. Die Gastgeber erwischen den besseren Start, führen nach 20 Minuten verdient mit 1:0 und verpassten es wohl eine höhere Führung herauszuschießen. Unsere Eislöwen waren einmal mehr nicht bereit für dieses Derby, während die Gastgeber wieder alles investieren wollten und konnten.
Doch dann kommt unsere Mannschaft aus der Kabine und spielt wirklich ein gutes zweites Drittel und reißt das Ruder herum. Pujacs mit dem Ausgleich und Huard mit dem 2:1-Führungstreffer. Durchaus verdient und Dresden drückte weiter. Das 3:1 fand dann keine Anerkennung, vollkommen unerklärlich, warum die Schiedsrichter den Treffer nicht gelten lassen wollten. Man hatte wohl zuvor schon abgepfiffen...
Ob es bei einem Spielstand von 3:1 im Schlussdrittel anders gekommen wäre, sei dahin gestellt. Die Eislöwen taten im letzten Drittel jedoch alles dafür, dieses Spiel nicht zugewinnen. Man lässt die Gastgeber gewähren, zieht beim Spielstand von 4:2 drei Minuten vor dem Ende den Goalie und muss prompt das 2:5 hinnehmen. Das dann noch das 2:6 fällt, könnte man sich schenken, setzte dem ganzen Debakel aber noch die Krone auf. So bezogen die Eislöwen mal wieder in einem Derby eine gehörige Portion haue, verbaseln sich damit immer mehr das eigene Torverhältnis und sind pünktlich zum Jahreswechsel wieder mitten im Abstiegskampf angekommen.
Es folgen jetzt zwei weitere Auswärtsspiele, danach kommen die Thüringer, die uns ja auch so gut liegen. Unsere Cracks müssen jetzt den Hebel umlegen, wieder mehr Biss und Leidenschaft an den Tag legen. Ansonsten gibt es in den nächsten Tagen wieder keine Punkte. Und dabei sind die doch so dringend notwendig im Moment.
Die Statistik zum Spiel:
Lausitzer Füchse - Dresdner Eislöwen 6:2 (1:0, 0:2, 5:0)
Torfolge: 1:0 Clarke Breitkreuz (08:17), 1:1 Georgijs Pujacs (23:54), 1:2 Nick Huard (27:41), 2:2 Fabian Dietz (44:46), 3:2 Steve Saviano (47:34), 4:2 Jeff Hayes (52:47), 5:2 Steve Saviano (56:41 / ENG), 6:2 Thomas Reichel (58:20)
Strafen: 4 / 8 Minuten
Zuschauer: 2.979 (ausverkauft) in der Eisarena WSW

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