Freitag, 14. September 2018

Waterloo in Ravensburg

"Eine große Portion Haue zum mitnehmen", bitte. Oh man, war das denn bitte? Unsere Eislöwen lassen sich am ersten Spieltag in Ravensburg mit 1:8 abschlachten und erwischen dabei vor allem ein rabenschwarzes Drittel. 

Nach 88 Sekunden klingelte es am Abend bereits im Kasten von Marco Eisenhut. Er wie die gesamte Dresdner Mannschaft machte dabei keinen guten Eindruck. Nicht lange dauerte es aber auch, bevor Christian Billich für die Eislöwen zum 1:1 ausgleichen konnte. Da schien die Welt nach 5 Minuten und 13 Sekunden noch in Ordnung zu sein. 

Ein weiterer Lapsus nur 17 Sekunden später brachte die Hausherren aber wieder in Führung und letztlich auch auf die Einbahn-Siegerstraße. 

Dresden wirkte mut- und kraftlos, bäumte sich im ersten Drittel zwar noch mehr oder wenige auf, ergab sich im Mittelabschnitt aber seinem Schicksal. Mit vier weiteren Treffern zogen die Towerstars auf und davon. Mit siebten Gegentreffer gleich zu Beginn des dritten Drittels hatte Eisenhut genug und ging aus seinem Tor. 

Der Rest vom Spiel ist schnell erzählt. Ravensburg bestimmte das Geschehen, Dresden brachte offensiv nicht mehr viel zustande, verhinderte aber immerhin eine noch viel größere Schlappe. Zehn Gegentreffer schienen zwischenzeitlich durchaus im Bereich des möglichen. In der Schlussphase fiel noch der achte Treffer... fast schon eine Randnotiz an einem rabenschwarzen Abend für die Dresdner Eislöwen. 

Nach zwei Drittel hatte Dresden gar einen Torschuss mehr abgeben, aber Goalie Langmann brachte man kaum ins schwitzen. Das Powerplay wirkte viel zu statisch. Kein Wunder, das keine der sieben Möglichkeiten zu einem Treffer genutzt werden konnte. 

René Kramer sprach vor dem Spiel von einer echten Standortbestimmung. Nun, was will uns diese Klatsche sagen? Sicher, es ist nur eines von insgesamt 52 Hauptrunden-Spielen, aber das "wie" ließ heute doch schon arg zu wünschen übrig. 

In jedem Fall muss schnell an der eigenen Spielweise gefeilt werden. Jochen Molling zeigte sich nach dem Spiel schmal-silbig und beschwörte, dass man die Lehren daraus ziehen wird. Insgesamt machte man es den Gegner viel zu einfach. 

Die Statistik zum Spiel: 

Ravensburg Towerstars - Dresdner Eislöwen 8:1 (2:1, 4:0, 2:0) 

Torfolge: 1:0 Mathieu Pompei (01:28), 1:1 Christian Billich (05:13), 2:1 Ilkka Pikkarainen (05:30), 3:1 Andreas Driendl (21:49), 4:1 Tim Brunnhuber (32:36), 5:1 Robin Just (33:48 / PP1), 6:1 Tim Brunnhuber (36:07), 7:1 Mathieu Pompei (41:08), 8:1 Mathieu Pompei (58:08)

Strafen: 14 / 18 Minuten 

Zuschauer: 2.680

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