Ehrlich? Was anderes, als das was wir geboten bekommen haben, war doch nicht zu erwarten?!
Ja die Hoffnung und der Glaube in unsere Eislöwen war da. Die Hoffnung, dass unsere Cracks den vielzitierten Hebel einfach umlegen können. Ganz so einfach ist das dann wohl doch nicht. Das Spiel vor einer gespenstischen Kulisse erinnerte viel mehr an ein Trainingsspiel. Das es hier um den Einzug in das Playoff-Viertelfinale gehen würde, war zumindest für mich nicht ersichtlich.
Wenn's scheiße läuft, läuft's halt scheiße. Schwungvoll beginnen beide Mannschaften das Spiel. Unsere Eislöwen haben Chancen auf den ersten Treffer, der Puck wollte aber mal wieder nicht ins Tor. Stattdessen jubeln natürlich die Falken. Vom Doppelschlag der Gäste zeigen sich unsere Eislöwen beeindruckt und müssen mit einem 0:2-Rückstand in die erste Pause.
Im Mitteldrittel wird möglich neu aufkeimender Schwung sofort im Keim erstrickt. Strafe Eislöwen - Überzahl Heilbronn und natürlich sagt Jordan Heywood gleich danke mit dem 0:3. Die ohnehin praktisch nicht vorhandene Stimmung in der Halle wurde noch mieser. Ein richtiges Aufbäumen und gegen die Niederlage stemmen war bei den Eislöwen nicht zu erkennen.
Im Schlussabschnitt war dann das Bemühen unserer Mannschaft zu erkennen. Das große Manko bleibt aber weiterhin die Verwertung von Torchancen. So dauerte es bis 53 Sekunden vor Schluss zum ersten Eislöwen-Tor auf heimischen Eis seit gefühlten Ewigkeiten. Natürlich hatte der Davidek-Treffer nur noch statistischen Wert. Zu Ende des Spiels kam dann auch etwas Playoff-Flair auf. Heilbronns Goldhelm Alderson gingen mehrmals die Gäule durch und irgendwann wehrten sich dann auch unsere Spieler.
Unter dem Strich steht eine verdiente Niederlage für unsere Cracks. Am Freitag geht es dann schon um "leben" oder "sterben". Noch ist alles möglich, aber für einen Turnaround in der Serie müssen die Eislöwen jetzt an sehr vielen Stellschrauben drehen. Das Überzahlspiel kränkelt weiter vor sich hin. Die Chancenverwertung, egal ob 5-5 oder Überzahl ist ein graus und dazu kommen noch viele unnötige Zeitstrafen. Das alles gilt es am Freitag zu verbessern und dann haben wir vielleicht noch die Chance auf Spiel drei am Sonntag in Dresden...
Die Statistik zum Spiel:
Dresdner Eislöwen - Heilbronner Falken 1:3 (0:2, 0:1, 1:0)
Tore: 0:1 Kevin Lavallée (12:53), 0:2 Justin Kirsch (14:42 / PP1), 0:3 Jordan Heywood (21:29 / PP1), 1:3 Martin Davidek (59:07 / PP1)
Strafen: 16 / 13 + 20 Minuten
Zuschauer: 1.373 in der Eissporthalle Dresden

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