Donnerstag, 24. Dezember 2015

Sprachlosigkeit nach erneuter Niederlage

29.Spieltag der DEL2-Hauptrunde
Dresdner Eislöwen – Ravensburg Towerstars 4:5 (2:1,2:1,0:2/0:1) n.P.

Heimspiel einen Tag vor Weihnachten, Choreografie in der Nordkurve und knapp 2.200 Zuschauer in der Eishalle, dazu ein perfekter Start der Eislöwen. „Es ist nur ein Anfang“ – sagte der Hallensprecher. Und dieser sollte nicht vollendet werden... Nachdem Rupprich und Szwez die Eislöwen nach guten vier Minuten mit 2:0 in Führung schossen, kamen die Gäste mit der ersten Überzahlsituation postwendend wieder heran. Danach vergaben die Löwen Chance um Chance. Auch einen Penalty konnte Sacher im ersten Abschnitt nicht verwerten. Gleich zu Beginn des zweiten Drittels der Ausgleich. Die Ravensburger nutzen wieder eine Überzahl aus. Das Spiel wirkte in der Folge zerfahren, doch die Eislöwen rappelten sich wieder auf und schossen bis zur zweiten Drittelpause eine 2-Tore-Führung heraus. Harrison Reed (in Überzahl) und David Rodman waren die Schützen. Da war sie also wieder, diese ominöse Führung mit zwei Toren Unterschied. Sollte es dieses Mal reichen? Nein! Bis zur 58. Spielminute hatte der Vorsprung Bestand. Dann aber brachte Smith die Towerstars wieder heran. Auf der Gegenseite gab es erneut einen Penalty für unsere Löwen. Doch auch Garten konnte den Puck nicht im Tor unterbringen. So blieben die Ravensburger „am Leben“ und sagten 32 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit mit dem 4:4 danke. Es war einfach nicht zu fassen. Zum dritten Mal in Folge verspielte unsere Mannschaft eine Zwei-Tore-Führung. Zum dritten Mal reichte es zu Hause nach eigener Führung nicht zum Sieg. Zum dritten Mal musste das Penaltyschießen in der EVA entscheiden und zum dritten Mal standen die Eislöwen nur mit einem Punkt da. Die Stimmung ist alles andere als besinnlich. Wieso können die Spieler die Konzentration nicht über 60 Minuten hochhalten? Wäre eine Auszeit nach dem 3:4 nicht sinnvoll gewesen? Die Rufe gegen den Trainer werden lauter. Es ist schade, dass es erneut nicht zu mehr als einem Punkt gereicht hat. Schon am Samstag steht gegen Riessersee das nächste Heimspiel auf dem Plan. Dann muss wieder ein „Dreier“ her… allein der Glaube daran fehlt im Moment. Nie ist es mir schwerer gefallen, Zeilen nach einem Spiel zu verfassen, wie heute. Sprachlosigkeit hat sich nach dem gesehenen von heute breit gemacht. Selbst auf der mehr als 60 Kilometer langen Rückfahrt kreiste mir nur eine Frage durch den Kopf: „Warum?“ Sei es wie es sei. In jedem Fall ein dickes DANKE an die Nordkurve für die tolle Choreo. Und nun wünsche ich frohe Weihnachten und paar schöne Stunden im Kreise der Familie. Am Samstag sehen wir uns in der Eishalle wieder! 



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