Samstag, 19. Dezember 2015

Sicher geglaubten Heimsieg noch vergeben!

27.Spieltag der DEL2-Hauptrunde am FR, 18. Dezember 2015
Dresdner Eislöwen – EC Bad Nauheim 3:4 n.P. 3:3 (0:0,2:1,1:2) n.V.

Von wegen besinnliche Weihnachten: Die Dresdner Eislöwen mussten am 27.Spieltag der DEL2-Hauptrunde gegen den EC Bad Nauheim eine bittere wie vermeidbare 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen einstecken und treten weiter auf der Stelle. Vor knapp 3000 Zuschauern in der Dresdner Arena erwischten die Gäste aus Hessen den besseren Start. Angepeitscht von rund 500 mitgereisten Fans vergab Patrick Strauch für Bad Nauheim die erste Großchance der Partie (3.). Der Angreifer setzte den Puck nur um Zentimeter neben das Tor. Ein weiterer Schuss von Baum konnte Eislöwen-Goalie Jaeger entschärfen. Die beste Möglichkeit für die Hausherren vergab Neuzugang Szwez, der erst am Donnerstag aus Krefeld an die Elbe gewechselt war. So ging es torlos in die erste Drittelpause.

Die Eislöwen kamen deutlich druckvoller aus der Kabine. Aber weder René Kramer, Vladislav Filin, Dominik Grafenthin noch Petr Macholda konnten den Puck im Bad Nauheimer Tor unterbringen. Dann aber wieder die Gäste, die mehrmals im gut aufgelegten Brett Jaeger ihren Meister fanden. Erst eine doppelte Unterzahl der Blau-weißen konnten die Hessen zum 0:1 durch Henri Laurila nutzen (29.). Im Gegenzug verstanden es die Dresdner nicht eine Powerplay-Situation zu nutzen. Mit einem Doppelschlag zum Ende des zweiten Drittels brachten Dominik Grafenthin und Mirko Sacher die Eislöwen sogar plötzlich in Führung.

Im Schlussdrittel setzten die Gäste nochmals alles auf eine Karte. Jaeger konnte seinen Kasten zunächst aber sauber halten. Eine doppelte Unterzahl für die Bad Nauheimer nutzen die Dresdner dann zum 3:1. Harrison Reed brachte elf Minuten vor dem Ende den ESC scheinbar komfortabel in Führung. Während die Sachsen auf Konter lauerten, erhöhten die Gäste den Druck und wurden spät belohnt. Erst stellte Cameron den 2:3-Anschluss her, nur 38 Sekunden später erzielte Kohl gar den 3:3-Ausgleich und ließ den Gästeblock jubeln.

In der folgenden Overtime sollten keine Tore fallen. So musste das Penaltyschießen über den Extrapunkt entscheiden. Während alle Dresdner Schützen die Nerven versagten, behielt immerhin Bad Nauheims Andreas Pauli die Ruhe und versenkte den entscheidenden Penalty zum 4:3-Auswärtssieg in die Maschen. Während die Fans aus Bad Nauheim ausgelassen feierten, sah man auf Seiten der Dresdner in versteinerte Mienen. (stw)

Torfolge: 0:1 Henri Laurila (29./PP2), 1:1 Dominik Grafenthin (37.), 2:1 Mirko Sacher (38.), 3:1 Harrison Reed (49./PP2), 3:2 Dustin Cameron (58.), 3:3 Marc Kohl (59.)

Penaltyschießen: Max Campbell verschießt, Diego Hofland verschießt, Mark Cullen verschießt, Nick Dineen verschießt, Petr Macholda verschießt, 3:4 Andreas Pauli

Aufstellung Dresden: Brett Jaeger – Sebastian Zauner, Feodor Boiarchinov, Arturs Kruminsch, Steven Rupprich, Mirko Sacher, Mark Cullen, Marius Garten, Harrison Reed, David Rodmann, Patrick Baum, Tomas Schmidt, Jeffrey Szwez, Petr Macholda, Dominik Grafenthin, René Kramer, Jonas Schlenker, Vladislav Filin, Max Campbell

Strafen: René Kramer (4 Min.), Sebastian Zauner (2 Min.), Jeffrey Szewz (4 Min.), Vladislav Filin (2+10 Min.), Steven Rupprich (2 Min.)

Aufstellung Bad Nauheim: Felix Bick – Alexander Baum, Andreas Pauli, Kyle Helms, Jonas Gerstung, Leon Niederberger, Vitalji Aab, Dustin Cameron, Harald Lange, Marc Kohl, Dominik Lascheit, Eugen Alanov, Hagen Kaisler, Joel Keussen, Henri Laurila, Diego Hofland, Patrick Strauch, Maximilian Spöttel

Strafen: Alexander Baum (2 Min.), Marc Kohl (2 Min.), Joel Keussen (4 Min.), Dustin Cameron (2 Min.)

Ulpi  Sicorschi (Hauptschiedsrichter)
Gabriel Gaube (1.Linienschiedsrichter)
Artur Votler (2.Linienschiedsrichter)

Zuschauer: 2890 in der EnergieVerbund Arena Dresden



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen